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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... Monduntergang treffen!" „Ich dachte, der Kopf ist bewacht?" „Ja, zwei Samurai!" „Und wie soll ich den dann unbemerkt stehlen?" „Töte sie einfach und sorge dafür, dass ihre Leichen nicht sofort gefunden werden!" „Ach, mehr nicht?", erwiderte De-Yong sarkastisch. „Was meinst du, warum du vorher Blut trinken sollst, du Schwachkopf? Mit der Kraft von Na-Ris Perle sollten zwei Samurai kein Problem darstellen, wenn du es geschickt anstellst. Die meisten Wachen sind vor dem Haus, die Leibwache des Generals ist ständig in seiner Nähe. Wenn die abendliche Feier beendet ist, werden die Meisten betrunken sein oder schlafen gehen. So, ich muss wieder los. Bis heute Abend!" Bevor De-Yong noch etwas fragen konnte, erhob sich Yun bereist wieder und wandte sich ab. „Und wage es nicht, ohne was getrunken zu haben hier zu erscheinen!", warnte sie noch leise, als sie fortging. * * * „Leider muss ich gestehen, dass sich mein Teelieferant verspätet hat, werte Dame Akera!", entschuldigte sich Kazuki mit einer tiefen Verbeugung der Entschuldigung. Sie saßen wieder bei Tee im Haus des Generals. Das Gebäude war der requirierte Verwaltungssitz, des geflohenen Gouverneurs von Panyio. Das Gebäude war verschachtelt und bot mit mehr als 40 Räumen genügend Platz für den General und seine höchsten Offiziere, nebst Leibwachen und Bediensteten. Die Schiebetür des Raumes war zu einem Garten aufgeschoben und gab den Blick auf sorgsam gestutzte Büsche und Hecken frei. Am ...
... Frühlingshimmel zeigten sich jedoch dunkle Wolken. Es würde ein Unwetter geben. Auch die Miene der Miko verdüsterte sich. „Das ist höchst bedauerlich! Habt ihr einen Vorschlag, wie wir sonst an den Tee gelangen könnten?" „Nun, ich besitze tatsächlich noch geringe, eigene Vorräte, werte Dame Akera. Doch wie ihr euch vorstellen könnt, sind diese für meine Aufgaben genauso unentbehrlich, wie eure Vorräte für eure Tätigkeit." Kazuki machte eine Pause und trank einen Schluck Tee, während die Miko geduldig auf den unweigerlichen Vorschlag des Priesters wartete. Solche kleinen Machtspiele gehörten zu den üblichen Gepflogenheiten. Männer, welche direkt auf den Punkt sagten, was sie vorhatten oder wollten, galten als grob, unhöflich oder ungebildet. „Wie ich hörte, zieht der Daimyo weiter gen Norden? Wird er hier vorbeikommen, oder einen anderen Weg einschlagen?" Teiko begann zu ahnen, was der Priester wollte. Sie sollte den General überzeugen, den Kopf wieder in die Obhut des Priesters zu geben. Dann wäre es auch sein Problem, genügend Dämonenkraut zu besitzen, um den Kopf zu schützen. „Ihr möchtet hier im Haus auf die Ankunft unseres Daimyos warten?", vergewisserte sie sich. Bestätigend nickte Kazuki. „Es würde mir nichts ausmachen, im Raum zu wohnen, wo der Kopf des Dämons untergebracht ist!" „Und ihr würdet euren eigenen Tee mitbringen, nicht die Vorräte des Generals verringern?" „Selbstverständlich!", bekräftigte Kazuki. Teiko nickte. „Dann ...