1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... werde ich dem General diesen Vorschlag unterbreiten!"
    
    Kazuki begann schon dankbar zu nicken, als Teiko ergänzte:
    
    „Gegen einen bescheidenen Beitrag von euch. Ich denke da an etwa die Hälfte, eurer verbliebenen Teevorräte!"
    
    Nun musste der Priester überlegen, wie viel er bereit war, abzugeben. Gab er Teiko zu wenig, musste er eingestehen, die Aufgabe des Schutzes nicht gewährleisten zu können. Gab er eine großzügige Menge, wären seine Vorräte größer, als er eben behauptet hatte. In jeden Fall würde die abgegebene Menge die maximale Zeit bestimmen, welche er für die Sicherheit des Kopfes sorgen durfte.
    
    Kazuki begriff die Falle sofort, in welche er da schlitterte. In Gedanken überschlug er Menge und Verbrauch. Maximal 10 bis 11 Tage hätte er dann noch Vorrat. Danach blieben nur noch Bannsprüche und Talismane, welche aber kompliziert, und für jede Dämonenklasse einzeln anzuwenden waren. Nun, das war besser als nichts. Bis dahin mochte er auch wieder Dämonenkraut auf dem Markt bekommen.
    
    Aber er musste schnell handeln, bevor Taka mit dem gestohlenen Kraut hier erschien. Daher hatte er keine Wahl. Im schlimmsten Fall wäre auch Taka mit im Haus. Nun, eine Magenverstimmung konnte Taka sich hier wirklich sehr schnell einfangen.
    
    „Es ist mir eine große Ehre, dem General zu Diensten zu sein, Dame Akera!"
    
    * * *
    
    Cha-He hatte erwartet, dass die Kontrollen durch die japanischen Besatzer zunehmen würden, je mehr sie sich der Hauptstadt näherten. Doch zu seiner ...
    ... Überraschung war das Gegenteil der Fall.
    
    Zwar wurde das Postennetz enger, jedoch nahm auch der Verkehr um so mehr zu, je weiter sie sich der Hauptstadt näherten. Sowohl auf dem Fluss, als auch auf den begleitenden Wegen waren nun Hunderte von Menschen unterwegs. Überwiegend Händler, oder Bauern, welche Ware in der Stadt verkaufen wollten, oder verkauft hatten. Obwohl Krieg herrschte und das Land besetzt war, ging das Tagewerk seinen üblichen Gang.
    
    Die Posten beschränkten sich nun auf stichprobenartige Kontrollen. Auch die Besatzer waren auf Lebensmittel und andere Waren angewiesen, selbst wenn sie sehr viele Vorräte mitgebracht hatten.
    
    Das kleine Boot, mit den zwei Mönchen, dem Leichenträger und der Leiche wurde nur noch selten angehalten. Wer bis hierher gekommen war, hatte schon so viele Posten passieren müssen, dass eine weitere, gründliche Überprüfung nicht notwendig erschien. Jede Kontrolle behinderte den Verkehr und damit die Versorgung der Armee.
    
    Langsam glitt ihr Boot an der beeindruckenden Mauer der Hauptstadt vorbei, welche zugleich so nutzlos gewesen war, weil der König feige die Flucht ergriffen hatte, statt zu bleiben und die Stadt mit seinen Männern zu verteidigen.
    
    Nun wurden allerdings ihre Papiere ungültig. Um weiter bis zum Meer zu fahren, mussten sie an den Wachbooten der Japaner vorbei. Die Ausrede, dass sie den Leichnam zum Tempel bringen mussten, war nicht mehr glaubhaft, wenn sie aus der Stadt heraus kamen. So beschlossen sie, anzulegen, und die ...
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