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Antike Sklavenphantasien. Bacchanal
Datum: 17.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Brunnen und alle lauerten auf eine Gelegenheit zur Flucht. Bei den Römern kündigte sich ein alljährlich wiederkehrendes Ereignis an. Wenn es im Frühjahr wärmer wurde, man die Winterkleidung ablegen und wieder Licht und Luft an die nackte Haut lassen konnte, feierten sie das mit einem ausgelassen frivolem Fest. Zu Ehren Bacchus, dem Gott des Weins und der zügellosen Lust fanden im ganzen Land die sogenannten Bacchanalien statt. Das waren Feste, die mit bunten Straßenumzügen, schrillen Verkleidungen, lauter Musik, zügellosem Weingenuss und frivoler Schamlosigkeit zelebriert wurden. Dabei kam es zu unschönen Szenen, Tumulten und Zerstörungen. Versuche der Herrschenden, das anarchische Treiben zu verbieten, hatten keinen Erfolg. Bei Familie Pictus waren alle aktive Bacchanten und Lucius Mitglied im Festkomitee. Im ganzen Viertel war die Spannung zu spüren, hier war traditionell eine Hochburg der Bacchanalien. Alle waren mit Vorbereitungen beschäftigt, die Nachbarn trafen sich und verabredeten gemeinsame Aktionen. Es wurden Kostüme genäht, Accessoires gebastelt und Umzugswagen gebaut. Jedes Jahr wählten sie einen aus ihren Reihen, der dann drei Tage lang Gott Bacchus war. Mit seinem Gefolge, den Mänaden, frivole, leicht bekleidete Frauen und den Satyrn, gehörnte Männer mit pelzigen Ziegenbockbeinen, zog er durch die Tavernen und sorgte für gute Stimmung. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete ein prächtiger Umzug, an dessen Ende auf einem Prunkwagen Gott Bacchus ...
... fuhr und von den Gläubigen ekstatisch gefeiert wurde. Julius Pictus wollte seine beiden Lustsklaven vorführen, die schönen Germanen waren bestens für eine frivol erotische Darbietung geeignet. Gleichzeitig war es eine gute Gelegenheit, um Werbung für sein Malergeschäft zu machen. Oswin und Hiltrud wurden nicht gefragt, ob sie sich auf offener Straße vor allen Leuten beim Sex zuschauen lassen wollten. Ihr Herr erklärte ihnen auch nicht, was er vorhatte, als sie zur Vorbereitung auf dem Hof Modell stehen mussten. Die Frühlingssonne hatte schon Kraft und wärmte ihre nackten Leiber, während sie von Lucius gemalt wurden. Er hatte mehrere Bögen Papyrus besorgt und fertigte insgesamt sechs große Bilder an. Auf jedem war das nackte Germanenpärchen in einer anderen Stellung beim Geschlechtsverkehr zu sehen. Für Oswin und Hilli war es total geil, aber auch frustrierend unbefriedigend. Mal musste er sie von hinten nehmen, mal lag er auf dem Rücken und sie saß auf ihm, mal musste sie ihm einen blasen und so weiter. Aber nie richtig, sie mussten immer nur so tun und stillhalten. Dann war der große Tag. Der festliche Umzug mit Gott Bacchus kam direkt an Lucius Haus vorbei und er baute zusammen mit dem Nachbarn eine Art Lotteriestand auf. Die sechs pornographischen Bilder von Oswin und Hiltrud waren durchnummeriert und wurden an der Hauswand aufgehangen. Davor stellten sie eine kleine Bühne und ein Glücksrad, das der Nachbar, der sonst Wagenräder macht, gebaut hat. Die beiden ...