1. Antike Sklavenphantasien. Bacchanal


    Datum: 17.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... anderen Stelle im Reich siedeln dürfen. Jetzt hatte er das verbriefte Recht, sich mit seinem Volk in einem abgelegenen Tal in den Bergen niederzulassen.
    
    Auf dem Weg dorthin stießen weitere Vertriebene hinzu und es entstand ein großes und wehrhaftes Volk auf Wanderschaft. Da ihre Heimat verloren war, wollten sich Oswin, Hiltrud und die beiden andern auch der Gruppe anschließen. Die vier entflohenen Sklaven waren sehr willkommen, denn sie hatten Geld, gute Waffen und sprachen perfekt Latein.
    
    Zunächst zogen sie ein Stück Richtung Osten und folgten dann einem Fluss in die Berge. An einer Stelle wo drei Flüsse zusammenflossen, sollte der von rechts kommende breite Bach aus ihrem Tal kommen. Ihr Weg endete an einer unpassierbaren Höllenschlucht und die meisten wollten aufgeben.
    
    Friedbert konnte seine Leute noch einmal überreden, weiterzuziehen. Er sollte Recht behalten und sie fanden ein kleines Paradies. Ein weites, von hohen Bergen umgebenes, unbewohntes Tal. Sie rodeten den Wald, bauten Behausungen und legten Felder an. Der Winter brachte viel Schnee und die fleißigen Siedler kamen zur Ruhe. Sie saßen in einer gemütlichen Hütte, an einem prasselnden Feuer, rösteten Fleisch und erzählten immer wieder die Geschichte vom Bacchanal. Erophant 2025
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