1. Antike Sklavenphantasien. Bacchanal


    Datum: 17.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... sammelten Geld für die Renovierung des Bacchustempels. Gegen eine Spende konnte man das Glücksrad drehen. Es war in acht Bereiche unterteilt, auf denen die Zahlen von eins bis sechs, ein Kreis- und ein Kreuzsymbol waren.
    
    Blieb das Glücksrad bei einer der Zahlen stehen, musste ein nacktes Sklavenpaar auf der Bühne, es in der Stellung machen, die auf dem Bild mit der Nummer zu sehen war. Wurde der Kreis gedreht, konnte der Spender eine Stellung auswählen und kam das Kreuz, durften die Darsteller machen, was sie wollten. Bei großzügigen Spenden wurden auch Sonderwünsche erfüllt.
    
    Die Frauen der beiden Römer hatten mit den Symbolen des Bacchus für die Dekoration gesorgt und mit frischem Efeu, Thyrsosstäben und einem ausgestopftem Leoparden den Stand geschmückt. Lucius, Aurelia, der Nachbar und seine Frau waren wie hohe Priester und Priesterinnen gekleidet und tranken ihren Wein aus einem Kantharos, dem Trinkgefäß des Weingottes.
    
    Brutus und Lydia trugen schillernde Vogelkostüme, die sie von ihrer Hochzeitsreise nach Ägypten mitgebracht hatten. Letitia und ihre beiden Freundinnen waren, wie die Senatoren, in Togen mit einem roten Streifen gehüllt. Eine solche Respektlosigkeit war nur während des Bacchanal möglich.
    
    Auch was Lucius und sein Nachbar veranstalteten, ging nur heute. Zwar waren die Sitten der Römer weniger streng, aber eine Inszenierung des Geschlechtsverkehrs auf offener Straße, war normalerweise auch bei ihnen unvorstellbar.
    
    Einmal im Jahr war Bacchanal ...
    ... und Anstand, Sitte oder Moral galten nicht, Gesetze und Regeln wurden nicht beachtet, Grenzen überschritten und Tabus gebrochen. Am nächsten Tag war alles vorbei, niemand wurde angeklagt und keiner musste sich schämen. Es war ein kollektives über die Stränge schlagen und jeder hat mal so richtig die Sau raus gelassen.
    
    Die Spannung stieg, alle waren verkleidet und die ersten Becher Wein wurden geleert. Nur Oswin und Hiltrud waren ganz nackt und standen ängstlich auf der kleinen Bühne. Schon lange vor dem Eintreffen des feierlichen Umzugs, war die Straße voll feiernder Menschen. Sie waren kostümiert, tranken Wein und lachten. Es wurde musiziert und getanzt.
    
    Oswin und Hiltrud sahen von ihrem Podest auf das illustere Treiben und drückten sich eng umschlungen feste aneinander. „Macht euer Glück und spendet für den Tempel! Gott Bacchus wird euch ewige Freude schenken!", rief Lucius ins Publikum und das Interesse war groß.
    
    Ein als Dämon verkleideter gruseliger Typ drehte das Rad. Es blieb bei der Sechs stehen und auf dem Bild Nummer sechs war zu sehen, wie Hiltrud vor Oswin kniet und ihn oral verwöhnt. Die beiden konnten nicht auf die Drehscheibe sehen und hörten Lucius rufen: „Es ist die Sechs! Die Götter haben entschieden und möchten, dass das Mädchen dem Jungen einen bläst!"
    
    Die beiden Nackten blickten einander in die Augen, gaben sich einen kurzen Kuss und Hilli ging auf die Knie. Sie hatte in der kurzen Zeit als Sklavin schon viele Schwänze in den Mund nehmen müssen ...
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