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Antike Sklavenphantasien. Bacchanal
Datum: 17.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... lag auf dem Rücken, Oswin musste tun, was verlangt wurde, beugte sich hinunter und gab ihr einen Kuss, bevor er anfing. Das wollte kaum jemand sehen und das Publikum zerstreute sich. Er war geradeso fertig, als sie von der Bühne mussten und Platz machen für Malte und Marianne, die Sklaven der Nachbarn. Die beiden waren auch ganz nackig und mussten jetzt, zur Belustigung der Römer, machen, was das Rad bestimmte. Oswin und Hiltrud mussten sich auf dem Hof hinterm Haus waschen und auf ihren nächsten Einsatz warten. Es war einer der seltenen Momente, in denen sie unbeaufsichtigt alleine waren. Sie haben das erste Mal miteinander gefickt und waren nicht so richtig froh darüber. „Diese verdammten Römer!", fluchte Oswin auf Germanisch, was ihm streng verboten war. „Sollen sie doch selbst auf einer Bühne ficken, wenn sie Spaß daran haben!" Hilli streichelte seine Wange und meinte: „Ich habe schon seit Tagen so ein Gefühl, als ob sich bald alles ändert." „Hoffentlich, sonst dreh' ich hier noch durch.", klagte er und die beiden küssten und streichelten sich. Ihre Pause ging schnell vorbei, wieder mussten sie nach vorne und zu Malte und Marianne auf die Bühne. Der „Zug" kam und zum Wohlgefallen des Gottes der Lust, sollten die vier jungen Sklaven ganz nackt für ihn tanzen. Der Umzug war schon lange bevor er kam zu hören und es wurde richtig laut, als er da war. Angeführt von Pauken und Fanfaren, folgten fantasievoll gestaltete Festwagen und aufwendig kostümierte ...
... Fußgruppen. Dazwischen Trommler, Flötenspieler und Blechbläser. Es wurde Wein ausgeschenkt und Früchte, Blumen und Küsschen verteilt. Die prächtig dekorierten, vierrädrigen Wagen wurden von nackten Sklaven gezogen und geschoben. In dem Tumult waren sie besser zu beherrschen, als ein Pferde- oder Ochsengespann. Auch sonst gab es viel nackte Haut zu sehen. Beim Bacchanal ging es deftig frivol, vulgär, lüstern und schamlos zu. Als Höhepunkt fuhr am Schluss auf dem größten und prächtigsten Wagen Gott Bacchus. Im Kreise barbusiger Mänaden schwenkte er den Kantharos und winkte den Gläubigen zu. In diesem Jahr wurde der Gott des Weines und der Lust vom Apotheker Drusus Lokus gespielt. Er war bekannt für seine Weinverbesserer, mit denen sich die Wirkung des alkoholischen Getränks steigern ließ. Das waren Kräutermischungen aus psychoaktiven Pflanzen, wie Stechapfel, Tollkirsche, Mutterkorn, Schlafmohn oder Fliegenpilz. Seinem Prunkwagen voraus, fuhr ein Wagen, auf dem ein als gallischer Druide verkleideter Römer in einem großen Kupferkessel Wein mit der neuesten Kreation des Apothekers anrührte. Der Druide mit dem langen weißen Bart erinnerte an eine Geschichte, wonach der legendäre Julius Cäsar nicht ganz Gallien besetzt hat, weil ein kleines Dorf mit, Hilfe eines Zaubertranks ihres Druiden, unbesiegbar war. Großzügig wurde die abenteuerliche Mischung aus dem Kessel an alle verteilt. Auch am Stand von Lucius ließ man sich die rituellen Trinkgefäße damit füllen. Als der Tross ...