1. Der Zugucker


    Datum: 08.04.2026, Kategorien: Reif

    ... wegräumen, da sagte er: „Was ist, Liebling, hast du nicht Lust auf ein bisschen Abwechslung?"
    
    Ich setzte mich wieder: „Was? Schon wieder? Nein, eigentlich nicht. Du hast doch genug Material von mir und Benjamin!"
    
    „Ja, aber das kenn ich doch schon. Ich hab mir was Neues ausgedacht. Was hältst du von zwei...!"
    
    „Herwig!", ich war aufgesprungen, „bist du jetzt ganz verrückt geworden? Erst einer, dann zwei und dann soll ich es vielleicht mit deinem ganzen Kegelklub treiben, oder wie?"
    
    Er blieb ungerührt von meinem Gefühlsausbruch und meinte nur: „Na ja, ich habe schon einmal an so etwas gedacht, du weißt schon, wie die Japaner es machen, die zu zehnt alle auf ein Mädchen spritzen. Würde dir das nicht auch gefallen?"
    
    Mir blieb die Luft weg und ich starrte ihn nur mit offenem Mund an - anscheinend war er wirklich im Begriff, durchzudrehen.
    
    „Aber das hat ja noch Zeit", nahm er den Faden wieder auf. „Erstmal hab ich an zwei gedacht, vielleicht ja wieder diesen Benjamin, der hat dir doch so gut gefallen und noch einen zweiten. Er kennt sicher einen Kollegen und die könnten dich dann zugleich bespringen. Du wolltest doch sowieso immer mal, na du weißt schon...!"
    
    „Anal?"
    
    „Ja, genau!"
    
    „Das stimmt, das wollte ich! Aber das wollte ich mit dir und nicht mit irgendeinem Wildfremden. Verstehst du nicht, das ist etwas sehr Intimes. Ich kann doch nicht irgendeinem Kerl meinen Po zum Ficken anbieten, spinnst du denn?"
    
    „Ach komm, sei doch nicht so. Das wäre sicher ...
    ... schön und dann hätte ich wieder viel Material und wir könnten...!"
    
    Ich hob die Hände: „Ok, ok. Herwig. Heute ist es schon spät. Lass mich nachdenken und morgen Abend sprechen wir darüber, einverstanden?"
    
    Er lächelte selbstgefällig: „Ja, natürlich, Liebling. Ich weiß doch, dass du die richtige Entscheidung für uns beide fällen wirst!"
    
    Ich nickte: „Ja, das glaube ich auch!" - ich hatte sie in diesem Augenblick getroffen.
    
    ******
    
    Es war vier Uhr nachmittags, als es an der Haustür klingelte. Ich riss sie auf und fiel ihm um den Hals.
    
    „Danke, dass du so rasch gekommen bst. Ich halte es nicht mehr aus, bitte bring mich weg, ich will nicht mehr hierbleiben, er wird verrückt!"
    
    Ich hatte ihn um halb acht, kaum war Herwig gegangen, angerufen und ihm im Telegrammstil erzählt, was bei uns los war. Daraufhin hatte er sich sofort ins Auto gesetzt, mich jede Stunde angerufen und versucht, mich zu beruhigen.
    
    „Hast du gepackt?"
    
    Ich nickte: „Ja, alles fertig!"
    
    „Brief?"
    
    „Hier" - ich reichte ihm das Blatt Papier und er las laut vor:
    
    „Lieber Herwig!
    
    Wenn du diese Zeilen liest, bin ich bereits unterwegs in ein neues Leben. Ich werde mit deinen Wünschen einfach nicht mehr fertig und kann und will bei diesen verrückten Ideen nicht weiter mitmachen. Ich habe dich geheiratet, weil ich dich geliebt und geachtet habe, weil es schön war mit dir, im Bett und auch außerhalb. Aber Herwig, ich bin keine Nutte, keine Muschi auf zwei Beinen, die du beliebig anderen Männern ...