1. Onkel Roberts Tagebuch


    Datum: 13.04.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus

    ... fragen. Nicht in dieser Lage. Nicht halbnackt, fremd, verwundbar. Also schob ich die Decke fahrig beiseite, drehte mich auf die Bettkante und versuchte aufzustehen.
    
    Sofort schoss der Schmerz wie ein heißer Stich in den verletzten Oberschenkel. Mein Bein knickte weg, ich sank zurück, verkrallte die Hände im Stoff. Schweiß trat mir auf die Stirn.
    
    Elise fuhr herum, erschrocken über meine Bewegung. „Was tust Du denn?“
    
    Ich rang nach Luft. „Ich… ich muss…“ Mehr brachte mein Mund nicht hervor.
    
    Einen Moment sah sie mich einfach nur an – abgeklärt, als hätte sie schon zu vieles gesehen. Dann atmete sie langsam aus, ging ans Fußende des Bettes und bückte sich.
    
    „Du kannst noch nicht gehen“, sagte sie ruhig. „Du wirst es hier tun müssen.“
    
    Sie zog einen Nachttopf unter dem Bett hervor – grob aus emailliertem Metall, etwas abgeschlagen am Rand. Mein Gesicht glühte.
    
    „Nein… ich…“
    
    „Doch.“ Ihre Stimme war eindeutig. „Du schaffst es nicht bis hinaus.“
    
    Sie stellte den Nachttopf neben das Bett und hielt ihn leicht fest, damit er nicht verrutschte. Ich schloss die Augen, stützte mich ab und lies die Scham fallen wie ein Kleidungsstück, das ohnehin niemand mehr braucht.
    
    Der Urin prasselte hörbar in das Metall, viel lauter, als ich gehofft hatte. Aber Elise reagierte nicht. Kein Zucken, kein Abwenden des Blicks. Sie stand einfach da, wie jemand, der gerade tut, was getan werden muss.
    
    Als ich fertig war, schob sie den Nachttopf zur Seite, hob ihn auf und sagte nur: ...
    ... „Ich bin gleich wieder da.“ Dann verlies sie den Raum und schloss die Tür hinter sich.
    
    Ich sank zurück ins Kissen. Selten hatte ich mich so menschlich – und zugleich so hilflos – gefühlt.
    
    Die Sonne war hinter den Hügeln versunken, und das letzte Orange des Tages wich kühlem Blau. Auf dem Hof wurde alles still, nur hin und wieder ein leises Stampfen aus dem Stall. Ich lag im Dunkeln und lauschte. Der Schmerz im Bein war dumpfer, doch die Einsamkeit wog schwerer als jede Wunde.
    
    Elise hatte mir am späten Nachmittag noch Brot, Milch und Käse gebracht und danach das Zimmer nicht mehr betreten. Sie muss genug zu tun gehabt haben – das leise Schlagen der Axt, Schritte im Hof, Wasser, das geschöpft wurde, alles klang wie Beweise für die Last, die sie allein tragen musste.
    
    Als die Nacht endgültig hereingebrochen war und ein Streifen Mondlicht über den Boden schlich, öffnete sich endlich die Tür. Elise trat ein – diesmal in einem leichten Nachthemd. Sie trug eine Kerze, deren flackernder Schein ihr Gesicht weich erscheinen lies. Sie wirkte müde, aber gelöst.
    
    Ich schluckte. Noch nie hatte ich eine Frau in so leichter Kleidung gesehen. Die Formen ihrer Brüste und Schenkel zeichneten sich deutlich unter dem leichten Kleid ab. Meine Wangen brannten.
    
    Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Mach ein bisschen Platz, mein kleiner Soldat“, sagte sie halblaut, fast zärtlich. „Ich habe nur dieses eine Bett, und der Tag war lang. Wir passen da schon rein.“
    
    Sie blies die ...
«12...91011...14»