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Jessica, die entfesselte Ballkünstlerin!
Datum: 05.05.2026, Kategorien: Schamsituation
... einer der Jungs mußte gequatscht, sich irgendwo verplappert, ein unbedachtes Wort geäußert haben. Wenn er wenigstens die Schnauze gehalten hätte! Dieser Idiot! Oder ... er hatte damit geprahlt! Dieses Schwein! Dieses charakterlose Arschloch! Aber ich war ja selber schuld! Was war ich doch nur für eine dumme Pute! Eine nackte Schlampe, der die Pflaume juckte, unter der Dusche, zehn nackte Kerle, bis oben hin abgefüllte Testosteronschleudern, um sie herum – selbst dem dümmsten Menschen auf diesem Erdball mußte klar sein, daß so etwas nicht gut gehen kann! Wäre mir das in Berlin passiert – Schwamm drüber, damit hätte ich leben können. Aber Viola hatte recht – das hier war ein kleines Dorf, ein Kuhkaff ... eigentlich schon ein Wunder, daß es hier überhaupt Violas Bäckerladen gab. Hier war ich erledigt, verbrannt, ausgelöscht, ausgetilgt ... ich mußte zusehen, schleunigst von hier zu verschwinden. Aber wie sollte ich das anstellen? Zurück nach Berlin? Das war aussichtslos .. meine Eltern hatten ihre Wohnung in Zehlendorf aufgegeben. Und eine 18jährige ohne Job und ohne Ausbildung würde keinen Vermieter finden, der ihr eine Wohnung vermietet ... schon gar nicht angesichts der aktuell prekären Lage auf dem Wohnungsmarkt. Aber gut ... kommt Zeit, kommt Rat, sagte ich mir, schenkte mir einen Ramazotti mit viel Eis ein und warf die X-Box an. Am nächsten Tag wachte ich mit Kopfschmerzen auf, die Ramazotti-Pulle hatte ich erfolgreich geleert. Aber darauf war ich nicht stolz, ...
... ich hatte mich nur betäuben wollen. Mein einziges Bestreben lag jetzt darin, alles Nötige in die Wege zu leiten, um aus diesem elenden Kaff zu verschwinden. Ich duschte gründlich, schnappte meine Papiere und lief zur Bushaltestelle, um in die nächste Kreisstadt zu fahren – ich mußte mich beim Jobcenter arbeitssuchend melden und einen Antrag auf Bürgergeld stellen. Ich wartete auf den Bus und daddelte auf meinem Smartphone herum, bis ich bemerkte, daß sich plötzlich jemand neben mich hinsetzte. »Hallo, Jessica ... wie geht's Dir?« Ich drehte den Kopf nach rechts: »Frank? Was willst Du? Laß' mich in Ruhe!« »Jessica, ich weiß, das hätte nicht passieren dürfen. Aber Du mußt mit jemandem darüber reden. Die Leute ... zerreißen sich das Maul über Dich!« »So, was erzählen sie denn?« »Sie sagen, Du bist ... Du bist eine Hure!« »Lieber eine ehrliche Hure als ein verlogener Moralapostel. Steckt euch doch eure verlogene Doppelmoral in den Arsch! Was ist das nur für eine beschissene Gesellschaft! Nach außen hin zeigen sie mit dem Finger auf Dich, abends verprügeln sie die Ehefrau und die Kinder! Zum Kotzen!« »Ja, Du hast recht, ich finde das auch Scheiße und möchte lieber gestern als heute aus diesem verlogenen Kaff verschwinden! Und Du solltest auch zusehen, daß Du hier Land gewinnst!« »Witzbold! Was meinst Du, warum ich hier sitze? Ich muß zum Jobcenter ... dann sehen wir weiter. Irgend etwas wird sich finden!« Plötzlich packte er mich an den Schultern und ...