1. Frau Professor hat ein Zimmer frei


    Datum: 08.05.2026, Kategorien: Reif

    ... fertig", rief ich laut durch den Korridor, an dessen Ende die Tür zur Anliegerwohnung lag. Er war begeistert gewesen, hatte er doch ein Wohnzimmer mit Kochnische, ein Schlafzimmer, Bad, WC und einen eigenen Zugang zum Garten mit einer kleinen Terrasse.
    
    „Wahnsinn, Frau Professor, das ist ja unglaublich, was ich für ein Glückspilz bin!"
    
    „Ach, kommen Sie, das ist doch ganz bescheiden!"
    
    Er legte den Kopf schief und grinste: „Wenn Sie wüssten, wo ich in letzter Zeit überall geschlafen habe, würden Sie das ganz bestimmt nicht sagen!"
    
    „Das will ich gar nicht wissen!", winkte ich ab. „Machen Sie es sich erstmal gemütlich und in einer Stunde gibt es was zu Essen. Ich nehme an, Hunger haben Sie mitgebracht!"
    
    „Na ja, schon", sagte er verlegen und setzte fort: „Aber als Erstes stell ich mich unter die Dusche!"
    
    „Ja, machen Sie nur. Gel und Shampoo müssten da sein, Handtücher bringe ich gleich!"
    
    „Mir ist das alles so unangenehm. Jetzt haben Sie einen Haufen Arbeit mit mir und wegen Essen, das soll bitte nur eine Ausnahme sein. Ich kann mich schon selbst versorgen!"
    
    „Ja, ja", winkte ich ab, „das besprechen wir nachher!"
    
    Er sah mich zweifelnd an: „Ja, aber das meine ich wirklich ernst, ich will Ihnen so wenig wie möglich zur Last fallen!"
    
    „Ist schon okay!" Ich eilte von dannen und dachte so bei mir: „Wenn du wüsstest, wie schön das ist, wieder mal jemandem im Haus zu haben und bekochen zu können!" Das kam bei mir nämlich selten vor. Freunde hatte ich nicht ...
    ... viele. Die meisten Bekannten hatten irgendwie mit Egon zu tun gehabt und sich nach der Scheidung mehr oder minder in Luft aufgelöst. So blieben mir nur ein paar Kolleginnen, die aber alle verheirate waren und mit denen ich mich mal zu einem Kaffee traf nach der Uni. Kinder hatten wir keine, also war es ziemlich langweilig geworden bei mir.
    
    Gedankenverloren kramte ich im Kühlschrank herum, suchte heraus, was ich uns kochen wollte -- ich entschied mich für eine Pasta. Ich liebte italienische Küche und junge Leute mögen das sowieso, also machte ich mich an die Arbeit, als ich plötzlich rufen hörte: „Frau Professor!"
    
    Ich trat hinaus auf den Flur und da fiel es mir ein: Die Handtücher!
    
    „Oh Gott, Verzeihung, ich laufe schon!"
    
    Er steckte seinen Kopf durch die Tür -- die nassen Haare und der Geruch nach dem Gel verrieten mir, dass er wohl schon geduscht hatte. Ein nackter Arm erschien und bestätigte meine Theorie. „Kein Problem, alles klar!"
    
    Der Gedanke, dass er da ganz splitternackt hinter der Tür stand, machte mich ganz wuschig und schnell wendete ich mich ab und eilte zurück in die Küche. Ich wusch und schnitt den Salat, bereitete die Pasta zu und irgendwann, wohl so nach einer halben Stunde klopfte es an der Küchentür, pro forma, denn sie stand weit offen.
    
    Ich drehte mich um und er fragte: „Darf ich?"
    
    Mein Gott, was war er doch für ein hübscher Bengel! Die Haare glänzten noch ein bisschen feucht, das T-Shirt spannte über dem muskulösen Brustkorb und den Oberarmen ...
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