1. Frau Professor hat ein Zimmer frei


    Datum: 08.05.2026, Kategorien: Reif

    ... und sein Lächeln war schon fast wieder so ansteckend wie vor ein paar Monaten.
    
    „Ui, wie das duftet! Was kochen Sie denn?"
    
    „Ach, bloß ein bisschen Pasta mit Salat. Ich hoffe, Sie mögen italienisch?"
    
    „Ja, natürlich, sehr sogar!" Schnuppernd näherte er sich dem Herd „Oh, Bolognese mag ich besonders. Kann ich irgendetwas helfen?"
    
    „Ja, machen Sie den Wein auf, bitte!" Ich zeigte auf die Anrichte und er schnappte sich die Flasche und den Korkenzieher und wandte mir dabei kurz den Rücken zu -- ein Knackarsch erster Güte wurde da sichtbar und ich war froh, als er wieder zu mir hersah und fragte: „Essen wir gleich hier?"
    
    „Nein, ich dachte auf der Terrasse, heute ist es so schön warm!" Es war zwar erst Anfang Mai, aber die Sonne hatte schon Kraft und es war ja auch erst sechzehn Uhr.
    
    „Okay, dann trag ich den schon mal hinaus. Sonst noch was mitnehmen?"
    
    „Ja, die Teller dort und den Salat. Die Nudeln sind gleich fertig, ich komme dann nach!"
    
    Als er verschwunden war, stellte ich die Hitze beim Nudelwasser kleiner und sprang noch schnell nach oben. Ich war ja immer noch im Unizeugs und wollte es mir auch bequemer machen. Also schlüpfte ich in schwarze Leggings, die, okay, ich gebe es zu, meinen Hintern und die straffen Schenkel ganz gut zur Geltung kommen ließen. Dazu wählte ich einen kurzen Pulli schön anliegend und gerade so lang, dass die Hälfte des Po´s auch sichtbar war, wenn ich ging.
    
    Ein zufriedener Blick in den Spiegel, noch schnell die dunkelbraunen ...
    ... Haare durchgekämmt und zehn Minuten später trug ich den dampfenden Topf auf die Veranda.
    
    Er sah mir entgegen und ich erkannte am Aufblitzen seiner dunklen Augen, dass ihm die Veränderung nicht verborgen blieb. Er war aber höflich genug, nichts zu sagen und nachdem ich ihm aufgetan hatte, verstummte er völlig und widmete sich der Pasta. Jetzt erst merkte ich, wie ausgehungert er war und wie er sich beherrschen musste, nicht zu schlingen. Nur einmal unterbrach ich ihn, hob das Glas und sagte: „Also, auf eine gute Zeit, Herr Biedermann!" Er nickte kauend, schluckte hinunter und antwortete: „Ich sage vielen Dank, Frau Professor und ich hoffe, eines Tages kann ich Ihnen das vergelten!"
    
    „Das könntest du schon jetzt", dachte ich so bei mir, aber stattdessen sagte ich: „Ein gutes Examen und ich bin zufrieden!"
    
    Nachdem er auch noch einen zweiten Teller vertilgt und den Salat bis zum allerletzten Blatt verschlungen hatte, lehnte er sich zurück. „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie gut das nach all den Burgers und Buletten in den letzten Monaten geschmeckt hat."
    
    Am liebsten wäre ich ihm zärtlich durchs Haar gefahren und hätte ihn gedrückt, so klein und bemitleidenswert sah er in diesem Moment aus.
    
    „Na, das wird sich ja jetzt ändern", und als er zu einem Widerspruch ansetzen wollte, schnitt ich ihm das Wort ab, „nichts da, ich koche, Sie lernen! Abgemacht?"
    
    „Mir ist das so peinlich und bitte, noch etwas, sagen Sie Carlos zu mir, ich mag das nicht, wenn sie mich ...
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