1. Meine Hütte im Hinterhof


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... habe dir doch gar nichts versprochen!"
    
    Das stimmte nicht ganz. Sie hatte mir versprochen, dass ihre Beziehung mit Bernd beendet sei. Das sagte ich ihr, und im gleichen Zug platzte ich damit raus, dass ich mich in sie verliebt hätte, dass wir miteinander geschlafen hätten, ein paar Mal, und dass ich dachte, dass sie auch etwas für mich empfände.
    
    Was man in solchen Situationen so sagt. Vielleicht hatte ich aber auch zuviele Schmonzetten und Liebesfilme gesehen. Steffi machte jedenfalls einen aufrichtig überraschten Eindruck. Sie fand es überhaupt nicht schlimm, oder nicht so wichtig, dass wir beide miteinander Sex gehabt hatten, einfach so. Zwischendurch.
    
    Sie ginge mit vielen Männern ins Bett, wenn ihr danach war. Da wäre gar nichts dabei. Sie habe nun mal Bedürfnisse, und sie schade niemandem damit, weil sie gerne poppen würde. Das Recht von Männern, die ähnlich wie sie dachten, nehme sie sich auch heraus, und sie wollte auch nicht mit mir darüber diskutieren. Sie zu kritisieren stünde mir nicht zu.
    
    Damit verließ sie mich. Sie schlug die Tür hinter sich zu, was ich mit Schrecken registrierte. Wie konnte sie das tun, und so reden? Sie wohnte hier, machte mir schöne Augen und schlief nebenbei mit anderen Kerlen. Mit vielen sogar! Allein mit Bernd, dem Schläger, war sie in letzter Zeit ein paar Mal in der Kiste gewesen. Ein paar Mal!
    
    Ich fühlte mich nun wirklich krank und elend.
    
    Aus ihrem Zimmer, meinem ehemaligen Arbeitszimmer, kamen Geräusche, als ob sie ...
    ... packen würde. Tatsächlich kam sie gleich darauf mit einer Tasche, die ich noch nie gesehen hatte, heraus.
    
    „Mach´s gut, ich brauch Abstand! Ihr Kerle seid mir gerade zu anstrengend!"
    
    Dann fiel die Haustür ins Schloss, und ich blieb traurig zurück. Dazu, dass ich ihr meine Liebe gestanden hatte, hatte Steffi Kampen überhaupt nichts gesagt.
    
    
    
    Ich blieb einige Tage der Uni fern. Lukas war der Einzige, der anrief und mit dem ich -- einen kurzen -- Kontakt hatte. Ich bestätigte seine Vermutung, dass ich mich krank fühlte, dass ich ein paar Vorlesungen schwänzen würde. Auch die Band sollte einmal ohne mich üben. Wir hatten erst zwei Auftritte gehabt und mussten uns deutlich verbessern, vor allem nach dem Ausfall Bernds, der ein guter Musiker war. Es würde dauern, bis wir uns auf ein drittes Wagnis einlassen würden.
    
    Erst zu einem Flohmarkt am Wochenende, der sich vom Aasee bis zum Schloss hinzog, raffte ich mich auf und ging vor die Tür. Steffi hatte sich nicht blicken lassen. Ich hatte keine Ahnung, wo sie war. Aber als ich von Stand zu Stand schlenderte, auf der Suche nach billigen, interessanten Büchern, fragte mich auch niemand nach ihr, also musste ich keine peinliche Situation überstehen.
    
    Die frische Luft tat mir gut. Ich widerstand aber der Versuchung, zu Bernds Wohnung zu fahren und mich sozusagen auf die Lauer zu legen. So was zu tun wäre furchtbar albern von mir, und irgendwie vermutete ich auch, dass es sogar ganz umsonst gewesen wäre.
    
    Steffi konnte zwar ...
«12...121314...31»