1. Meine Hütte im Hinterhof


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... dort sein, klar. Aber hatte sie nicht etwas davon gesagt, dass sie Abstand haben wollte, und zwar von den „Kerlen"? Das galt dann nicht nur für mich! Eventuell war ich nicht der Einzige, der mit Steffis Umtrieben nicht gut klar kam. Am ehesten war sie also bei einer Freundin, dachte ich. Steffi kannte viele Mädels, und sie hatte mit Frauen auch intimen Kontakt gehabt in ihrem Leben. Ich wusste doch einiges von ihr, fiel mir ein. Und ich wünschte mir Steffi zurück an meine Seite, in welcher Rolle auch immer.
    
    Dann, ich fuhr immer noch Rad durch die Stadt, sah ich eine Frau in der Nähe des Aa-Flüsschens auf einer Bank sitzen. Sie kam mir bekannt vor, und als sie aufblickte von ihrem Buch und mich grüßte, hielt ich an.
    
    „Hi! Du machst es richtig", versuchte ich es mit einem mir ungewohnten Plauderton. „Es ist das passende Wetter zum Lesen, hier im Freien!"
    
    „Ja, das war genau meine Idee, Jakob! Hier, dieser Roman interessierte mich. Ich tu also zu meiner Schande nichts für die Uni."
    
    Sie hielt ein Buch hoch, mit kleiner Schrift auf dem Cover.
    
    „Kann ich nicht lesen -- darf ich mich zu dir auf deine Bank setzen?"
    
    „Aber ja, klar! Bitte schön!"
    
    Sie wirkte sehr erfreut und nicht nur höflich. Das tat mir ausgesprochen gut, und ich setzte mich gerne zu ihr. Leider suchte ich insgeheim immer noch nach ihrem Namen, der mir nicht einfallen wollte. Immerhin war mir klar geworden, dass sie keine Freundin von Steffi war, oder von einem Bandmitglied. Ich kannte das Mädel von ...
    ... meinem Studium her, von der Germanistik-Fakultät. „Sag mal", brummte ich zaghaft und machte meine Beschämung deutlich, „ich bin durch den Wind heute. Sagst du mir nochmal deinen Namen?"
    
    Das war oberpeinlich, aber ich wollte geklärt haben, wie sie hieß, und wie empfindlich sie war. Im Moment hatte ich überhaupt keine Lust mehr auf Ungesagtes, auf Heimlichkeiten jeder Art.
    
    Sie lachte, aber sie war auch verlegen und wollte wohl cooler erscheinen als sie war.
    
    „Christa! Christa Gerdes, aus Aurich, Ostfriesland. Erfreut, Sie kennenzulernen, Herr Jakob...? Drostenhof, nicht wahr?"
    
    „Entschuldige", brummte ich beschämt. „Du hast recht wenn du meinst, ich sei ein Idiot... Oberflächlich bin ich auch. Aber ich bin wirklich nicht gut mit Namen. Gesichter liegen mir mehr, und deines ist hübsch, also hab ich es mir natürlich gemerkt."
    
    „Oh!" sagte sie im ersten Moment nur und wurde nun unverkennbar rot. „Du musst das nicht sagen... wirklich! Ich mag es, wenn jemand ehrlich ist, weißt du? Ich bin völlig durchschnittlich und überhaupt nicht hübsch!"
    
    „He!", protestierte ich sofort. „Das ist überhaupt nicht wahr! Fishing for compliments, nicht wahr? Natürlich bist du hübsch! Und du bist nett. Das dachte ich schon im Seminar, und das denke ich jetzt auch! Das Einige, was es zu meckern gibt, ist doch, das man es den Anderen nicht offen und deutlich genug sagt, wenn man sie mag!"
    
    Ich staunte schon ein wenig über mich selbst, kaum dass meine kleine Rede zuende war.
    
    Warum ging ...
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