1. Meine Hütte im Hinterhof


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... weil meine Begleiterin auf eine weibliche Grammatik achtete, sondern weil es mich störte, oder zumindest irritierte, dass sie sich selbst als Studenten bezeichnete. Ich hörte ihr mit halbem Ohr zu. Fuhr viel vorsichtiger als meine Begleitung, die lachend über Rot fuhr und meine Pedanterie in Bezug auf Verkehrsregeln bespöttelte.
    
    In Ostfriesland hielte sich niemand an kleinliche Regelungen, und man führe dort fast genauso viel Rad wie hier in Münster. Ich zeigte mich immerhin neugierig und lud mich selbst ein, sie dort zu besuchen; Christa begrüßte spontan meine Idee und machte eine richtige Einladung daraus.
    
    Dann waren wir vor dem Häuserblock angekommen, hinter dem sich meine bescheidene Hütte verbarg. Ich stieg ab und schob mein Rad durch das gotische Tor, wo auf halber Höhe der Eingang zu dem zugehörigen, großen Haus war. Danach kam linker Hand die Außentreppe, die hinunter zum Waschkeller führte, wie ich Christa erklärte. Es folgte ein Stück Wiese, zu beiden Seiten des breiten Kieswegs hatten große Teppichstangen den revolutionären Wandel vom Teppichklopfer zum Staubsauger überlebt. Dann stand man vor dem einzigen Gebäude, das sich inmitten des lückenlos umsäumten Hinterhofs befand.
    
    „Es hat etwas von einem Hexenhaus!", lachte Christa. „Du hast es gut hier, wie auf einer Insel, weißt du das? Und bist du hier ganz allein?"
    
    Sie war begeistert, das sah man ihr an, auch wenn ich ihr keinen Ausblick auf Deiche und Meeresglitzern bieten konnte. Aber die großen ...
    ... Wohnhäuser ringsum sahen einigermaßen beeindruckend aus, das fand ich auch.
    
    „Ja -- ich meine nein. Im Moment lebe ich in einer Wohngemeinschaft, kann man sagen. Aber auch wieder nicht, ganz aktuell. Meine Mitbewohnerin ist seit Tagen unterwegs, weiß der Himmel wo, und es kann sein, dass sie gar nicht mehr zurückkehrt und sich was Neues sucht. Falls sie in Münster etwas findet."
    
    „Aha", kam es wortkarg von Christa. „Habt ihr euch gestritten oder sowas? Und -- seid oder wart ihr ein Paar?"
    
    „Steffi und ich?" sagte ich großspurig, als ob der Gedanke lächerlich sei. „Nein, nein. Ich meine, kein Paar, sie hat einen Freund... Aber gestritten haben wir uns schon. Vielleicht ist es hier, in meiner bescheidenen Hütte, doch ein wenig eng für zwei Leute."
    
    Meine Kommilitonin fand meine Wohnung schön, sagte sie. Ich zeigte ihr alle Zimmer, auch Steffis Raum, der immer noch verwaist war.
    
    „Sie hatte plötzlich keine Bleibe mehr, weißt du, da habe ich mich auf das Experiment einer Klein-WG eingelassen und ihr dieses Zimmer gegeben. Vor ein paar Wochen war das. Der Versuch scheitert gerade, denke ich; wenn man nicht zusammen ist, kann einem eine so kleine Wohnung schon mal auf die Nerven gehen."
    
    Diese vier Wände gefielen meinem Gast am wenigsten, aber ich erkläret ihr, dass es sich ja eigentlich um mein ehemaliges Arbeitszimmer handelte. Und dass Steffi noch ein paar Sachen und Regale von mir quasi hatte dulden müssen.
    
    Sie war nie richtig hier eingezogen, fiel mir auf. Ich hatte ...
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