1. Meine Hütte im Hinterhof


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... das wissen. Es hatte mir schon wehgetan, dass ich mich eben beinahe vergaloppiert hatte. Auf keinen Fall wollte ich mich lächerlich machen.
    
    „Na ja", zuckte die hübsche Frau neben mir Achseln. „Gib uns Zeit! Erst mal haben wir uns im Bett kennengelernt. Das ist schon was, meinst du nicht auch?"
    
    „Doch, doch. Es hat mir sehr gefallen, übrigens."
    
    Ihr Lächeln massierte mein kleines Herzchen wie Laserstrahlen. Dann fragte ich mich kurz, ob Laserstrahlen einer Massage mächtig sind. Irgendetwas blitzte und juckte aber in mir, das stand fest, und all mein Innerstes, meine Perspektiven und Hoffnungen waren nass geworden und hingen tropfend auf einer Wäscheleine. Die Frage war, ob die komische Leine reißen würde oder nicht.
    
    
    
    Ziemlich verstört, immer noch, traf ich Lukas. Er hatte mich erkannt und stoppte sein Rad, und auf dem Rücken sah ich seine Gitarrenbox. Wir spielten zusammen in einer Band, bis gestern auch mit Bernd zusammen. Wir waren hoffnungsfroh, aber eher lärmend als bezaubernd, und die Hoffnung war die, dass wir ja noch nicht lange übten und sicher noch Luft nach oben hatten.
    
    „Was machst du hier?", fragte er. „Du siehst so nachdenklich aus, meine ich, und spazieren gehen hier sonst nur die Truppen aus dem Altersheim!"
    
    „Ich bin nicht allein", klärte ich ihn auf, mit neu erwachendem Stolz. „Kennst du Steffi? Steffi Kampen? Wir sind zusammen hier, sie holt nur da hinten ein Eis für uns, und ich durfte nicht den Kavalier spielen."
    
    „Oha! Steffi... ...
    ... Hübsche Braut, wenn ich das sagen darf. Läuft da was zwischen euch?"
    
    „Du meinst, obwohl ich doch schwul bin, oder obwohl ich sonst nie eine abkriege?"
    
    Ich lachte dabei, denn ich war ja nicht böse.
    
    „He, Alter, ich hab nie gesagt dass du schwul bist! Außerdem würde ich mich das nicht stören. Ich überleg´ schon lange, ob ich ein bisschen bi bin. Wär ´ne spannende Sache, finde ich. Hab leider nur nie den Richtigen getroffen!"
    
    Ich lachte, dann spürte ich wieder dieses riesige Mitteilungsbedürfnis, das schon Steffi gegenüber zu sprudeln begonnen hatte.
    
    „Hast du Zeit, Lukas?" Ich deutete zur Bank zurück, wo ich eben noch mit einer schönen Frau zusammen gesessen hatte. „Ich muss dir was erzählen."
    
    Dann erzählte ich. Lukas hörte zu, grinste kurz, aber er war nicht weniger verständnisvoll wie Steffi. Offenbar hatte ich bei der Auswahl meiner Kumpels doch nicht nur die erstbeste Gelegenheit wahrgenommen.
    
    „Wie war es bei dir?" fragte ich, als eine Gruppe Fahrradfahrer vorbeigeflitzt war. „Ich meine, nach dem ersten Sex... Hast du dich anders als vorher gefühlt?"
    
    „Du gehst davon aus, dass ich schon Sex hatte? Danke für die Blumen! - Okay, ich geb´s zu, ich habe meine Unschuld verloren, vor ein paar Jahren schon. Wenn ich das sagen darf und du, Jakob, jetzt keine Minderwertigkeitskomplexe kriegst! Ich meine, jetzt noch, da du doch den Initiationsritus durchlaufen hast, da du jetzt zu uns gehörst -- zum Bund deutscher Männer oder so! Da solltest du selbstbewusst bleiben. ...
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