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Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... kannst.“ Maya sah zweifelnd auf seine normalgroße Hand herunter. Sie würde ihn schwer verletzen, wenn sie seinem Wunsch nachkäme. „Bitte! Das möchte ich nicht“, bat sie ihn. Severin sah zweifelnd zu Gollwig hinüber. „Die Frau ist unglaublich, Sie haben nicht zu viel versprochen, aber sie hat wirklich ein sehr sanftes Gemüt. Ich weiß nicht, ob sie im Ernstfall zögern wird, wenn es darauf ankommt.“ Hollmann wurde jetzt wütend. „Jetzt reicht es mir mit Ihnen! Sagen Sie mal, sind Sie so blöd?“ Er trat an Maya heran und zeigte auf einen massiven Kiefernstamm, der seitlich von ihnen stand. „Schlag gegen den, Kleine! Zeig dem Vogel, was du mit seiner Hand gemacht hättest!“ Maya ging zu dem Baum hinüber, holte ohne Energie aus und schlug durch den fünfzig Zentimeter dicken Baumstamm. Der fast zwanzig Meter hohe Baum knickte weg, worauf der Stamm in Richtung Severin und Gollwig fiel. Die sahen erschrocken zu dem auf sie niedergehenden Gehölz auf, doch Maya fing es ab und stieß es mit Gewalt zur Seite, sodass sein Holz an dreißig Meter entfernten Baumstämmen unter einem gewaltigen Knall in mehrere Teile zerbarst. „Sehen Sie es jetzt? Die Süße hätte Ihnen mit ihrer Faust die Hand amputiert!“ Hollmann trat an die große Frau heran und begann deren Handknöchel zu untersuchen. Tatsächlich waren sie blutig. „Komm! Gehen wir in die Halle, um das zu verarzten.“ Er sah zu ihr auf und nickte. „Du bist aufgenommen. Wenn der Pfeifenkopf meint, er könnte sich auf deine Kosten ...
... wichtig machen, bilden wir dich aus. Wärst bei uns viel besser aufgehoben als bei diesem Streifenpolizisten.“ Gollwig fühlte in diesem Moment ihre Felle wegschwimmen. Wenn jetzt der Bund von Mayas Fähigkeiten erfuhr, war ihr Versprechen gegenüber Vater und Tochter gebrochen. Aber auch Luchs würde außer sich sein, nach all dem Invest, den er für das Mädchen betrieben hatte. „Sie werden gar nichts tun! Herr Severin hat längst verstanden, dass Frau Klein eine willkommene Verstärkung für die Landespolizei darstellt. Und Sie haben einen Eid auf Verschwiegenheit geleistet. Das, was Sie heute zu sehen bekommen haben, bleibt hier! Unter allen Umständen. Sollte das bekannt werden, wird Maya sofort ihr Interesse an einer Anstellung bei uns verlieren. Denn es ist ihr wichtig, ein möglichst normales Leben zu führen.“ Hollmann, Fuchow und Voss sahen einander an, dann traten sie an die Riesin heran. Abwechselnd umarmten sie die große Frau und dankten ihr für die Lektion. Sie würden niemals wieder abfällig über eine Kollegin sprechen. „Warum kann sie das alles? Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der solche Fähigkeiten besitzt“, fragte Fuchow. Gollwig sah jetzt ebenfalls nach Mayas Hand. Die Blutung hatte aufgehört und sich bereits dicker Schorf auf ihrer Haut gebildet. „Sie hat ein Syndrom, das bisher nur bei ihr festgestellt werden konnte. Ein Forscherteam der Uni Köln hat uns berichtet, dass Maya eine einzigartige und komplexe Mutation aufweist, welche vielleicht ...