1. Die Geschichte der Maya Klein 12


    Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Interesse an den Bikern. Er hatte sich mit zwei Freunden zu einem Videospielabend verabredet und würde mit ihnen zusammen chillen. Felix war dabei eine gute Haut, aber Fabio ein ziemlicher Schleimkopf. Er wollte sie unbedingt kennenlernen, doch hatte sie bisher jeden Kontaktversuch abgelehnt. Es hatte ihr gereicht, was Sascha über ihn erzählt hatte. Gegenüber Jungs umgänglich, lustig und zuverlässig, verhielt er sich Mädchen gegenüber ziemlich aufdringlich und es fiel ihm schwer, ein Nein zu akzeptieren. Er war schnell beleidigt und übte sich in solchen Fällen dann auch gerne mal in übler Nachrede. So hatte auch Marlene schon ihr Fett von dem Jungen abbekommen, doch Sascha ihn anschließend zur Rede gestellt. Anstrengend! Maya hatte auf so jemanden keine Lust.
    
    Noch einmal wollte sie die Stimme ihres Freundes hören, bevor es losgehen sollte. Sie würde mit der U-Bahn zu Manfred fahren, sich dort mit Can treffen, der sie dann weiter mit nach Schwerte nahm.
    
    Sie zog die Tür ins Schloss, nahm den Schlüssel, um abzuschließen, dann eilte sie die Treppe hinunter. Sie hatte sich ziemlich Zeit gelassen, so musste sie sich sputen, wenn sie die nächste Bahn noch erreichen wollte.
    
    „Hey Süßer! Na? Freust dich auf sturmfrei?“ Maya grinste. Sie machte sich keine Illusionen, der Freund würde es genießen, wenn er Zeit für sich hatte.
    
    „Ja, schon. Wird nice. Hab hier schon alles hergerichtet. Fabio geht mir nur auf den Geist, weil er dich unbedingt sehen will. Dabei weiß er noch gar ...
    ... nichts Genaueres von dir.“
    
    „Auch von Felix nicht? Der war doch schon zweimal mit uns unterwegs“, wunderte sich Maya. „Ich dachte, die wären so dicke miteinander.“
    
    „Soweit man das mit Spaghetti sein kann. Er ist halt schon anstrengend. Aber eben auch megalustig. Jedenfalls behauptet er jetzt, meine Freundin gebe es nur in meiner Fantasie und Felix würde mich hier decken.“
    
    „Kann dir doch egal sein, du weißt es besser. Der Spast will dich manipulieren. Aber ich hab es dir schon gesagt. Ich brauche solche Leute nicht in meinem Leben. Da habe ich bisher meinen Bekanntenkreis gut sauber gehalten.“
    
    Sascha war wie so oft anderer Meinung.
    
    „Und was ist mit Can? Er geht jetzt auch nicht gerade pfleglich mit seinen Mädels um, hab ich recht?“
    
    „Er gibt vorher ganz klare Ansagen dazu! Entweder die Mädels sind einverstanden oder eben nicht. Und anscheinend sind viele damit okay und gehen gerne mit so einem Bären in die Kiste.“
    
    „Mir soll es egal sein, Maus. Lass uns nicht wieder streiten. Mit all dem Stress in der letzten Zeit ist bei uns echt viel Hitze drin. Ist nicht schlimm, wäre aber trotzdem schön, wenn wir das wieder cooler hinbekommen.“
    
    Maya wurde sofort unsicher. „Wie meinst du das jetzt? Weil ich gerade viel am Pauken bin? Oder weil wir gestritten haben? Ich dachte, wir ...“
    
    Er unterbrach sie. „Whoa, whoa, whoa! Maus! Bleib ruhig! Das ist es. Du läufst im Moment heiß und bist im Nu auf der Palme. So kannte ich dich vorher nicht. Das ist alles. Sehen wir zu, ...
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