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Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... dass es irgendwann weniger wird und du wieder ein bisschen gechillter wirst.“ Maya entspannte wieder. „Ich rufe nachher an, ob sie noch da sind, okay? Wenn nicht, dann könnte ich ein bisschen von deiner Nähe vertragen, um abzukühlen, wenn ich ehrlich bin.“ Sascha war sofort bei ihr. „Glaubst du, mir geht es anders? Mein Triumvirat der Lust da unten ist bereit durchzustarten. Musst nur deine ganzen Spielsachen hier vorbeibringen.“ „Du bist so bekloppt!“, lachte Maya. „Gut! Wir werden uns Zeit lassen. Aber lass deine Männlein nicht bei dir pennen, okay? Und trink nicht zu viel! Sonst funktionierst du nachher nicht mehr.“ „Nein, keine Sorge. Ich schieße mir doch nicht selbst ins dritte Bein!“ Die beiden lachten. „Freue mich auf dich!“, versicherte Sascha. „Seit gestern sind Rosa und Klaus wieder auf dem Weg nach Hamburg. Wir haben also das ganze übrige Wochenende Ruhe. Vielleicht findest du ja dann mal ein paar Stunden, in denen du nicht lernen musst.“ „Bestimmt. Obwohl es mir im Moment Spaß macht. Ich komme mir mal endlich weniger blöd vor. Das tut mir nach all den Jahren Quälerei gut. Bis später, mein Süßer! Hab dich lieb!“ Sie nickte zwei jungen Mädchen zu, die ihr auf der Treppe entgegenkamen. „Hey Maya! Du bist die Beste! Superwoman!“, riefen sie. „Danke!“, gab Maya zurück und lief eilig weiter zum Bahnsteig, um der Aufmerksamkeit zu entkommen. Doch auch hier traf sie auf Neugierige, ließ sich von zwei Familien fotografieren, lächelte gezwungen ...
... in Handykameras, dann bat sie um Ruhe und Abstand, welcher ihr auch gewährt wurde. Fünf Minuten später wiederholte sich das Szenario für sie noch einmal in der Bahn. Es war nervig für sie. Die Leute stießen sich gegenseitig an, machten sich auf sie aufmerksam, während sie demonstrativ ihr Handy zückte und ihre Nachrichten durchging. Jeane hatte ihr geschrieben. Sie hatte sich wahnsinnig darüber gefreut, dass sie die Eignungsprüfung für die Polizei geschafft hatte. Die Sängerin meinte es ernst. Sie hielt Kontakt und schien sich über jede Nachricht von Maya zu freuen. Dabei übertrieb es Maya nicht und ließ sich mit ihren Antworten Zeit. Sie wollte die berühmte Frau nicht überfordern, aber auch vermeiden, dass das, was sie ihr schrieb, an Bedeutung verlor. Auch ihre Mutter stand mit ihrer neuen Freundin in Kontakt und hatte bereits weitere Interessenten gewonnen, von denen zwei in der nächsten Woche nach Dortmund kommen wollten. Aus Großbritannien wohlgemerkt. Es war einfach nur bizarr, wozu Geltungssucht die Menschen trieb. Maya lächelte. Mutter freute es. Die Kasse machte katsching und ihre Modepräsenz steigerte sich in bisher unbekannte Höhen. Wodurch? Durch ein Konzert in den Westfalenhallen. Das war schon sehr crazy. „Setzt du dich neben mich, Tante?“ Ein kleines Mädchen zupfte an Mayas linkem Hosenbein. Die wandte sich um, sah auf das von schwarzen Locken umrandete Gesichtchen herunter und lächelte. „Du, das würde ich sofort, aber ich passe da nicht rein.“ Sie ...