1. Die Geschichte der Maya Klein 12


    Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... beiden noch da?“
    
    „Ja, aber ich schicke sie jetzt nach Hause. Bin auch beim vierten Bier hängengeblieben, wie versprochen. Die Saschimaschine ist startklar. Felix lässt dich grüßen, während Fabi nur abwinkt und lacht.“
    
    „Der soll sich einfach verpissen. Freu mich auf gleich, mein Schatz. Dauert noch zehn Minuten, dann sind wir da. Manne darf Cans Protzkarre fahren. Der ist voll bis oben hin. Der Club hat ihn so weit abgefüllt, dass er zum Schluss angefangen hat, türkische Liebeslieder zu singen. Die Leute haben ihn gefeiert.“ Maya lachte. „Man kann über ihn sagen, was man möchte, aber Spaß hat man mit ihm eigentlich immer.“
    
    „Vielleicht komme ich doch mal mit und sehe mir das an“, meinte Sascha entschlossen. „Du, ich sage denen mal tschüss und zu dir bis gleich. Spute dich, meine Maus!“
    
    Maya hatte Lust! Sie wollte ihren Freund jetzt spüren. Der Abend war unglaublich schön gewesen, doch um ihn perfekt zu machen, brauchte sie jetzt Sascha, der sie verwöhnte und anschließend neben ihr schlief. Dann wäre die Welt zu einem perfekten Ort für sie geworden.
    
    Sie sah die von den Straßenlaternen hell erleuchteten Gehwege an sich vorüberziehen. Einige wenige Menschen waren noch unterwegs, meist junge Leute, die wahrscheinlich wie sie selbst nach Hause oder noch in einen Club wollten. Manfred hatte drei Bier über den Abend verteilt getrunken und fuhr wie immer langsam und sehr vorsichtig. Auf ihn war Verlass. Immer! Es war schön, wenn es einen Menschen gab, von dem man ...
    ... wusste, dass er einen nicht enttäuschen würde.
    
    Sie fuhren nicht in die Straße ein, in welcher Sascha wohnte. Maya hatte vorgeschlagen, das letzte Stück zu laufen. So musste Manfred keinen Umweg machen oder wenden, um wieder zurück auf die Hauptstraße zu gelangen. Can schlief, Speichel lief aus seinen Mundwinkeln und tropfte auf seinen Bart herunter. Manfred und Maya lachten über dieses absurde Bild. So verabschiedete sie sich von dem Freund und hoffte, dass er die Energie aufbrachte, Can zu wecken und heil in dessen Wohnung zu bringen.
    
    Es war kühl. Zusammen mit dem Wind würde es für andere Menschen ziemlich kalt sein. Sie sah auf ihr Handy herunter. Es waren minus 2 Grad. Das hätte sie jetzt gar nicht gedacht. Wenn der Wetterbericht stimmte, sollte es vielleicht sogar heute noch Schnee geben. Ob Sascha schon an der Tür stand und wartete? Es wäre nicht zum ersten Mal gewesen. Sie freute sich. Sascha küssen, ihn drücken, ihn ausziehen ..., ein wohliger Schauer lief durch ihren Körper. Sie hatte Lust!
    
    Sie war noch hundert Meter entfernt, als ihre Sinne automatisch auf ihn ansprangen. So würde sie seinen Körper schon jetzt riechen und seine Stimme hören können.
    
    „So, mein Bester. Du hast genug. Felix ist schon zwanzig Minuten weg, und du gehst jetzt bitte auch“, forderte Sascha freundlich, aber bestimmt.
    
    „Und Felix hat dich jetzt angerufen, um einen auf Muschi zu machen? Warum zeigst du sie mir nicht endlich? Es kommt nur ein ausgewählter Kreis in den Genuss, und ich ...