1. Die Geschichte der Maya Klein 12


    Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... gehöre nicht dazu? Was geht mit dir?“ Der große sportliche junge Mann zog sich mit beiden Händen seinen Zopf zurecht, mit dem er seine schulterlangen Haare zusammengefasst hatte.
    
    „Immer wenn ich dir eine Freundin vorgestellt habe, hast du sie angemacht. Kannst dir nicht vorstellen, dass das irgendwie nervig ist?“, gab Sascha zurück. Er verlor nun langsam die Geduld.
    
    „Warum? Ist doch nur Spaß gewesen. Sicher, die Mädels haben sich schon an meiner Gegenwart gelabt, aber darüber hinaus ist nie etwas passiert. Richtig?“ Fabio lächelte, zog eine E-Zigarette aus seiner Tasche und sog an deren Mundstück. „Rauchen wir noch eine entspannt. Vielleicht gehe ich dann?“
    
    „Ja, natürlich. Die wären dir alle am liebsten um den Hals gefallen und hätten sich anschließend nackt auf deinen Schoß gesetzt. Die sind ja nur aus purer Nettigkeit bei mir geblieben. Kann ich sofort nachvollziehen.“ Er deutete auf den Ausgang des Vorgartens. „Und jetzt geh bitte.“
    
    „Komm! Du rauchst noch eine mit mir, ich sauge hier nett an meiner E-Ziga, und wir unterhalten uns. Kannst dir ja ‚ne Jacke überziehen, klapperst schon vor Kälte.“
    
    „Weißt du was? Du gehst jetzt sofort. Warum? Weil ich es sage und dies mein Haus ist, nicht deins. Häng an der Straße ab, wenn du magst, hier aber nicht.“ Er drückte Fabio vorsichtig gegen die Schulter, doch der lehnte sich ihm entgegen und machte damit seine Bemühungen zunichte, selbst dann, als er den Druck erhöhte. Sascha begann sich zu ärgern und wurde jetzt ...
    ... lauter. „Willst jetzt Stress machen, oder was?“
    
    Der Freund reagierte mit gespieltem Unverständnis. „Was heißt denn Stress? Ich rauche hier fertig, und dann gehe ich... vielleicht.“ Er grinste. „Wirst warten und hoffen müssen, Knochenklapper.“ Er reagierte auf weitere Schiebeversuche des deutlich leichteren Jungen mit Lachen. „Ich bin vielleicht die Spaghetti, du aber dann der Skeletti!“
    
    Sascha musste sich zusammenreißen, dass er nun nicht das Brüllen anfing. „Soll ich jetzt die Bullen rufen, oder was? Willst das wirklich? Freunde sind wir dann nämlich keine mehr.“
    
    Fabio winkte ab. „Ach, du beruhigst dich schon wieder. Schließlich bin ich angetrunken, nicht wahr? Lass mich deine Perle sehen oder gib zu, dass es diese wundervolle Person nicht gibt.“
    
    In diesem Moment ging zehn Meter entfernt die Pforte auf, und Maya betrat das Grundstück. „Sprecht ihr von mir?“
    
    Fabio fuhr herum und sah entgeistert zu der riesigen Gestalt rüber, welche jetzt auf sie zukam. „Krasse Scheiße!“ Er hätte beinahe seine E-Zigarette fallengelassen. „Ich habe schon von dir gehört, du bist...“
    
    „Saschas Freundin! Das ist richtig. Oder die von dem Knochenklapper oder dem Skeletti, wie du ihn genannt hast.“
    
    Besorgt blickte Sascha zu seiner Freundin auf, die jetzt an Fabio herantrat. Ihre Gesichtszüge wirkten gleichgültig.
    
    „Maya! Ich habe dich auf den Sozialen gesehen.“
    
    „Ja, und jetzt sogar live und in Farbe!“ Die riesige Frau baute sich vor dem vielleicht 1,80 m großen jungen Mann auf und ...