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Die Geschichte der Maya Klein 12
Datum: 13.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... unbeeinflusst blieb. Nichts sollte ihr Leistungsvermögen beeinträchtigen. Falk hatte sofort bei Herrn Luchs angerufen und sich hier noch einmal versichert, dass die Diskretion über die Befähigungen seiner Tochter mit oberster Priorität gewahrt wurde. Ihr Ausbilder war wohl ein strenger Mann, wie sie gehört hatte. Schwer zu beeindrucken und völlig neutral einem Menschen gegenübertretend, würde er sie ablehnen, wenn ihr eine Eigenschaft fehlte, die für den Polizeidienst essentiell war. Das machte es für sie nicht leichter. Frau Gollwig holte Maya schon um 6 Uhr in der Früh von zu Hause ab, ließ sich von der großen Frau beim Umbau ihres Minivans helfen, nachdem sie die große Sporttasche im geräumigen Gepäckraum verladen hatten, und machten sich im Anschluss auf den Weg. Eineinhalb Stunden dauerte die Fahrt, welche sich die beiden Frauen mit einer angeregten Unterhaltung vertrieben. Dabei war natürlich auch Mayas Bekanntschaft mit der kanadischen Sängerin Thema, aber auch wie sehr Herr Luchs von ihrem Leistungsvermögen beeindruckt war. Maya hatte in dem Mann einen Fan gewonnen, der sich an verschiedenen Orten über die Anwärterin erkundigt hatte, nirgends aber etwas Negatives zu hören bekam. Trotz ihrer Größe und ihrem unglaublichen Leistungsvermögen hatte er nur zu Ohren bekommen, dass es sich bei Maya um eine bescheidene und zurückhaltende Person handelte. „Du bist aufgeregt, ich kann das nachvollziehen. Ging mir damals auch so. Ich hatte schreckliche Angst, nicht zu ...
... bestehen“, erzählte Frau Gollwig. „Sportlich war ich super, Maya, daran lag es nicht. Aber es gehört so viel mehr zum Polizeidienst. Menschenkenntnis, Sozialkompetenz, Geduld, logisches Verständnis, ein wacher Verstand und Entschlossenheit, wenn es darauf ankommt. Hier sogar bis zu dem Punkt, an dem man bereit sein muss, einem anderen Menschen zu schaden oder sogar das Leben zu nehmen.“ „Sind Sie schon einmal in solch eine Situation gekommen?“, fragte Maya erschrocken nach. Frau Gollwig verneinte. „Geschossen habe ich zweimal, aber es waren Warnschüsse und es gab zum Glück keine Verletzten. Aber andere Kollegen hatten da nicht so viel Glück. Du hast sogar schon welche kennengelernt, doch sollen sie dir selbst davon erzählen, wenn sie das möchten.“ „Meinen Sie, ich schaffe den Test?“, fragte Maya besorgt. Frau Gollwig schmunzelte. „Wir zweifeln keine Sekunde. Luchs hat alles geprüft und durchleuchtet, um ja keinen Invest in deine Person zu tätigen, der sich im Nachhinein nicht auszahlen könnte. Er hasst Verschwendung und hält seine persönliche Einflussnahme normalerweise zurück. Doch mit jedem Tag nach deiner Vorstellung nahm seine Begeisterung zu, und so hat er alles getan, um dich bestmöglich auf deinem Weg zur Polizei zu unterstützen.“ Die kleine Polizeirätin sah zu Maya auf, die sich unter das Fahrzeugdach duckte. „Fühlst du dich denn fit?“ Maya nickte. „Ja, ich habe extra viel gefrühstückt, doch wäre es super, wenn ich auch was zum Mittag bekommen könnte. Ich ...