1. Giannis Traum


    Datum: 16.08.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... wie Luka Modric!" Verständnislos hielt er inne und sah mich mit großen Augen an: „Luka wer? Nie gehört!" „Na Luka Modric, ist doch der Nationalmannschaftskapitän von Kroatien, spielt in Turin. Mit ihm seid ihr doch Vizeweltmeister geworden.", sagte ich fassungslos.
    
    Der Junge schüttelte den Kopf. „Ich verstehe nicht, was du redest, bist du besoffen?" Er zeigte auf die italienische Fahne auf meiner Schulter. „Damit würde ich hier nicht so öffentlich rumlaufen, es gibt hier eine Menge Leute, die was gegen euch Italiener haben, seitdem ihr euch den Amerikanern ergeben habt." Er blickte mich düster an, schoss den Ball seinen Mitspielern zu und ließ mich ratlos stehen, was ging hier vor?
    
    Meine erste Reaktion war zu verschwinden, ich lief rasch durch die Haustür, sprintete die Treppe hoch und stieg auf den Dachboden, eiskalt durchfuhr mich die Erkenntnis, dass die Tür, durch die ich gekommen war, nicht mehr existierte. Ich war in dem Albtraum gefangen, es gab kein Zurück. Langsam stieg ich wieder die Treppe herunter, entschlossen, mich den Herausforderungen zu stellen, die meine neue Situation für mich bereithielten.
    
    Meine Gedanken drehten sich um die kryptischen Äußerungen des Jungen, wieso sollte man hier was gegen Italiener haben, ich hatte doch hier sehr viele Touristen aus Italien gesehen, die freundlich empfangen wurden, und wieso hatten wir uns den Amerikanern ergeben? Hatte unsere Regierungschefin Meloni dem amerikanischen Präsidenten zu viele Zugeständnisse ...
    ... gemacht? Draußen umrundete ich das Haus, um zu sehen, wo die Bewohner sein könnten, und in der Hoffnung, das Mädchen zu finden. Hinter dem Haus sah ich sie dann, sie hatte ihr Pferd vor dem Stall angebunden und putzte es mit großem Eifer. Sie war größer als Paola und sehr schlank, ihre langen Haare fielen offen über ihre Schultern. Dann schwang sie sich auf den Rücken des Pferdes, ohne Sattel, und ritt langsam über die Wiese.
    
    Zwei ältere Frauen ernteten Weintrauben von Weinstöcken, die in Reih und Glied auf einem Feld standen, eine rief: „Maria, pass auf, dass er dich nicht abwirft!" Sie antwortete lachend: „Keine Bange, er ist doch lammfromm!" Sie beugte sich über die Mähne und streichelte zärtlich den Hals des Pferdes, als plötzlich im Wald laute Schüsse fielen, dann eine Maschinengewehrsalve.
    
    Das Pferd scheute und stieg wiehernd auf die Hinterbeine, das Mädchen klammerte sich fest an den Hals. Ich rannte hin, packte die Zügel und versuchte das Tier zu beruhigen, das Mädchen glitt vom Pferd und schenkte mir ein bezauberndes Lächeln. „Danke für die Hilfe, das war knapp!" Sie nahm die Zügel aus meiner Hand und sagte zum Pferd: „Ich bringe dich lieber wieder rein, das ist sicherer." In dem Augenblick fielen weitere Schüsse aus einem Maschinengewehr, nun näher, die beiden Frauen ließen alles fallen und liefen verängstigt zum Haus, das Pferd scheute wieder, Panik in den Augen. Das Mädchen konnte es nicht halten und ein Huf traf mich am Kopf, es wurde dunkel um mich herum.
    
    Ich ...
«12...131415...26»