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Giannis Traum
Datum: 16.08.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... Steinmauer am Wegesrand saß. Er trug eine Uniform und eine Schiffchenmütze auf dem Kopf, dazu einen Karabiner auf dem Rücken, er schien auf uns zu warten. „Oh nein", flüsterte Maria kaum hörbar. „Was ist mit ihm?", fragte ich ebenso leise. „Das ist Ante, er ist bei den Ustascha und stellt mir schon lange nach. Er behauptet, ich sei ihm früher versprochen worden. Er ist ein wichtigtuerischer, faschistischer Nichtsnutz, der nur große Reden schwingen kann und sich nur mit seinem Gewehr stark fühlt." Der Mann sprang von der Mauer, schnippte die Zigarette weg und kam auf uns zu, mit schneidender Stimme, ohne mich eines Blickes zu würdigen, sprach er Maria an. „Ist das der Italiener, den du bei dir versteckst? Mein Vetter hat ihn bei euch aus dem Haus kommen sehen, als er mit seinen Freunden Fußball gespielt hat. Das wird die Deutschen bestimmt interessieren, dass du dich mit feigen Verrätern rumtreibst!" Er stellte sich uns breitbeinig in den Weg und steckte seine Daumen in den Koppel. Maria fauchte ihn an: „Lass uns durch, du mieser Kollaborateur, und dann geh zurück dahin, wo du bei deiner Mutter rausgekrochen bist!" Mit wutverzerrtem Gesicht ging er auf Maria zu und packte sie am Arm, sie schrie auf: „Aua, lass mich los, du tust mir weh!" Ich stellte mich vor ihn und forderte ihn auf: „Lass sie sofort los!" Mit einem hämischen Grinsen gab er zurück: „Was willst du Feigling? Hast du die kleine Partisanenhure schon gefickt?" Er hatte noch nicht ganz ausgesprochen, da ...
... hatte er schon meine Faust auf seiner Nase, er krümmte sich vor Schmerzen zusammen, ich schnappte mir sein Gewehr und warf es weit weg ins Gebüsch. Ich hielt ihm meinen Zeigefinger drohend unter die Nase, aus der Blut rann, „Lass sie in Ruhe, sonst wird es dir leidtun!" Er sah mich mit stechendem, hassverzerrtem Blick aus seinen schwarzen Augen an, drückte sein blutbeflecktes Taschentuch auf seine Nase und sagte leise: „Wir kriegen dich, und dann Gnade dir Gott!" Wir trieben die Schafe zurück zum Haus, Maria drängte sich fest an mich. „Jetzt hast du mich schon wieder gerettet", sagte sie lächelnd. „Ja, und das schreit nacheiner besonderen Belohnung", erwiderte ich grinsend. Wir erreichten das Haus und wurden schon von Marias Mutter und Tante erwartet. Wir schilderten den Vorfall, die Tante sagte ernst: „Wir müssen vorsichtiger sein, am besten du verlässt das Haus nicht mehr. Vielleicht bringen wir dich sogar zu unseren Kämpfern in die Berge. Die lieben die Italiener zwar auch nicht, wegen der Verbrechen während der Besatzungszeit, aber vielleicht immer noch besser als den Faschisten in die Hände zu fallen." „Nein, auf gar keinen Fall, ich bleibe hier bei Maria!", erwiderte ich entsetzt, hatte ich doch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich hier im Haus der Schlüssel befinden würde, der mir helfen würde in mein altes Leben und zu Paola zurückzukommen. Ich sehnte mich nach ihr, trotz aller erotischen Verführungen durch Maria. Schweigend aßen wir das leckere Lammfleisch ...