1. Giannis Traum


    Datum: 16.08.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... tun, was ich wollte, aber ich ließ sie in dem Glauben, es sei ihre freie Entscheidung gewesen mir den Schwanz zu blasen. Nach dem Frühstück musste Maria ihrer Mutter beim Auspressen der Weintrauben helfen, um den Most für den Wein zu gewinnen. Um nicht vor Langeweile einzugehen, beschloss ich, Marias Pferd verdeckt vom Haus zu putzen und zu striegeln, immer bereit im Falle eines unliebsamen Besuches mich schnell im Wald zu verstecken. Aber alles blieb ruhig.
    
    Um zwölf Uhr rief uns die Tante zum Mittagessen, in der Küche brodelte eine kräftige Gemüsesuppe in dem Kessel über der Glut des Feuers. Ich hatte gerade angefangen zu essen, als plötzlich Motorengeräusche von der Straße ertönten, eine laute Stimme brüllte Befehle. Ein Motorrad mit Beiwagen, auf dem ein Maschinengewehr montiert war und ein LKW standen vor dem Haus. Ein Mann mit Schirmmütze und kniehohen Lederstiefeln, offensichtlich der Anführer, sprang aus dem Beiwagen und winkte den mit Gewehren bewaffneten Soldaten mit der gezogenen Pistole, die von der Ladefläche des LKWs sprangen, ihm zu folgen und lief zu unserer Haustür. „Ihr umstellt das Haus, ihr kommt mit rein", befahl der Anführer, „du auch!" Er zeigte auf einen Mann, der zum Schluss den Garten betrat, es war Ante, mit einem riesigen Pflaster auf der Nase und einem gehässigen Grinsen im Gesicht. Er antwortete dienstbeflissen: „Jawohl, Herr Leutnant!" Die Frauen ließen hastig meinen Teller verschwinden, rückten schnell den Esstisch zur Seite und klappten ...
    ... die Tür im Boden hoch, deren Fugen kaum zu erahnen waren. Maria rief panisch: „Schnell hier runter in den Keller! Verstecke dich hinter den Fässern!"
    
    Sofort erkannte ich wieder den säuerlichen Geruch der Gärung und kroch in der Finsternis hinter ein Fass, über mir hörte ich, wie der Tisch wieder verschoben wurde. Die Soldaten betraten die Küche, die drei Frauen saßen am Tisch und schauten den Anführer angstvoll an. „Ihr versteckt einen abtrünnigen, feindlichen Soldaten, wo ist er?", fragte er mit durchdringender Stimme. „Hier ist niemand!", erwiderte die Tante bestimmt. „Du lügst!", kreischte Ante aufgebracht, „ich weiß es genau. Ich habe ihn gesehen!" „Durchsucht das ganze Haus!", befahl der Offizier, „und ihr Weiber rührt euch nicht vom Fleck!" „Das hatten wir auch nicht vor", sagte Marias Mutter ruhig.
    
    Die Soldaten verteilten sich im ganzen Haus und durchsuchten jeden Winkel, der Leutnant und Ante standen in der Küche und warteten, bis ein Soldat kam, salutierte, und Meldung machte: „Herr Leutnant, hier ist niemand!" Der Offizier sagte zu den Frauen: „Da habt ihr nochmal Glück gehabt!", dann sah er Ante wütend an und rief: „Überlege es dir demnächst zweimal, bevor du die halbe Wehrmacht in Gang setzt, für nichts! In den Straflagern sind noch Plätze frei!" Dann wandte er sich an die Soldaten, die sich mittlerweile im Raum versammelt hatten: „Los, aufsitzen und abrücken!" Im Rausgehen zischte Ante den Frauen zu: „Ich kriege ihn, jetzt erst recht!"
    
    Als das Militär ...
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