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In Flagranti
Datum: 26.09.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... alles andere als begeistert. Doch sie fuhr fort: „Es ist nun mal irgendwann passiert. Zwischen deinem Vater und mir. Und ich muss auch zugeben, das zweite Treffen ging von mir aus. Du verstehst? Nach demersten Mal kann man noch sagen: Okay, das hätte nicht passieren dürfen. Wir haben einen Fehler gemacht." „Aber der erste Fehler hätte schon nicht passieren dürfen. Meine Freundin hat letzte Nacht auf einer Feier dasselbe gemacht. Weshalb ich überhaupt hier bin." „Oh. Das tut mir leid. Ich... ich kann deine Wut verstehen. Weißt du, wir haben beide eine schwere Zeit durchgemacht. Ich durch Peters Tod und dein Vater durch die OP deiner Mutter. Ja es war falsch, aber es war nicht einfach nur Fremdficken. Es war der Austausch von Nähe. Nähe, die uns in dieser schweren Zeit fehlte." So ganz verstehen konnte ich das immer noch nicht. Sie spielte das Fremdgehen hier schließlich runter. Es ist nun mal ein Vertrauensbruch. Eine Grenze, die man nicht überschreiten darf. Dann schaute mich Daniela wieder an und sagte: „Ich... habe aber einen Vorschlag. Ich werde deinem Vater sagen, dass ich das nicht fortführen kann. Dass ich das deiner Mutter nicht antun möchte. Und glaube mir, das meine ich ernst. Das ist nicht nur so ...
... dahingesagt." „Okay", sagte ich. Ihre Erklärung schien noch nicht vorbei zu sein. „Aber", knüpfte sie an, doch hielt dann inne. „Aber?", wiederholte ich. „Ich bin schrecklich darin, andere Menschen kennenzulernen. Habe auch nicht die Kraft, mich auf etwas Neues einzulassen. Mit deinem Vater war es... vertraut. Es war... so natürlich. Und das habe ich auch eben mit dir gespürt. Es wäre schön, wenn es nicht nur bei diesem einen Mal bleiben würde." Wollte sie mich etwa gegen meinen Vater als ihre Orgasmusmaschine austauschen? Zugegeben, es kribbelte bei diesem Gedanken in meinem Bauch, aber mir fehlten die Worte. Ich brauchte anscheinend auch nichts sagen, denn sie stand auf und fing an, sich anzuziehen. „Du kannst es dir gerne überlegen. Ob du es deiner Mutter erzählst. Nur das, wie gesagt, ist für alle Beteiligten wahrscheinlich keine gute Idee. Und ob du meiner Bitte nachkommst, kannst du dir auch gerne in Ruhe überlegen. Gib mir dein Handy." Ich reichte es ihr und sie tippte ihre Nummer ein. Dann beugte sie sich ein letztes Mal vor, um mich zu küssen. „Ich werde jetzt verduften, bevor deine Eltern gleich wieder hier sind. Wir sehen uns. Hoffentlich." Ihr sanftes Lächeln, kurz bevor sie sich umdrehte, hallte noch lange in mir nach.