1. Ein Gülden Herz 06 - Lernen


    Datum: 05.10.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... normalen Frühstück. Wir probieren nur Emmis Füße aus.".
    
    Irgendetwas war doch faul! Gut, Emmi und ich machten uns bereit für ein Wettrennen. Zum Glück hatten wir die Wiese eine Woche zuvor gemäht und für Lotte und ihr Fohlen für den Winter Heu gemacht. Sie war kurz und weich genug für ein Rennen.
    
    "Auf drei gehts los.", zählte Gunda an, "Eins... Zwei... Drei.". Sofort rannte ich los. "EMMI! LOS JETZT!", hörte ich nach einigen Schritten Gunda von hinten rufen. "Keine Chance, Emmi.", dachte ich noch bei mir. Plötzlich tauchte sie in meinem Augenwinkel auf und zog an mir vorbei. Und schon sah ich sie nur noch von hinten. Ihre Haare flogen hinter ihr her, und ihr Schweif wirbelte im Wind.
    
    Ich rannte, was das Zeug hielt, doch Emmi war vor mir am Waldrand, riss die Arme hoch und jubelte so freudig, wie ich sie noch nie erlebt hatte: "GEWONNEN! GEWONNEN! ICH HABE ENDLICH GEWONNEN!".
    
    Vollkommen außer Atem, kam ich an und sofort fiel sie mir lachend und freudestrahlend um den Hals. Ich konnte es nicht fassen. Hatten die Zwei mir auch noch einen Vorsprung eingeräumt? Und trotzdem war Emmi lange vor mir am Ziel? Und sie hatte noch den Atem um zu lachen?
    
    Hand in Hand gingen wir zu Gunda zurück. Ein paar Schritt vor Gunda, ließ Emmi meine Hand los, und sprang Gunda an den Hals: "Hast du das gesehen? Ich habe ihn überholt!".
    
    Zu zweit mussten wir sie beruhigen, so aufgeregt war sie. Ich hatte zwar verloren, und das haushoch, aber ich war glücklich. Emmi glücklich zu sehen, ...
    ... war schöner als alles Andere.
    
    Durch diese Veränderungen angespornt, wollte sie auch gleich den zweiten Tag nicht zurückverwandelt werden. Doch was sie dann erleben musste, begeisterte sie deutlich weniger. Wieder hatten sich vor allem ihre Hände und Füße, diesmal einschließlich der Unterarme und Waden, verändert: alles war von dichtem, schwarzem Fell bedeckt. Ihre Füße und Hände waren noch etwas länger, dafür schmaler geworden und auch auf dem, was früher mal ihre Sohlen und Handinnenflächen waren, wuchs dieses Fell. Fersen hatte sie garnicht mehr, und die Fußballen waren dick, schwarz und fest. Ihre Zehen waren stärker und dicker geworden. Die Handballen und Innenseiten der Finger waren ledrig, rau und schwarz. Ihre Finger waren, im Gegensatz zu den Zehen, geblieben wie sie waren, dennoch waren sie beweglicher denn je. Gunda drückte, während ihren Untersuchungen an Emmi, die Finger knapp bis auf den Unterarm zurück, bevor Emmi sagte, dass es bei ihr anfing zu ziehen.
    
    Und dann noch ihre Fingernägel: das waren keine Fingernägel mehr, es waren Krallen. Lang, schwarz, spitz und nach unten gebogen. Genau so wie bei einem Wolf oder Hund.
    
    Das Fell um ihren Schwanzansatz hatte sich ausgebreitet. Nicht weit, aber es hatte die Form einer Pfeilspitze angenommen. Die Spitze davon setzte etwa auf halber Höhe ihres Rückens an, verbreiterte sich dann bis auf Höhe ihres Schweifes auf eine gute Hand breit rechts und links davon, und lief dann wieder zusammen, um sich zwischen Emmis ...
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