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Ein Gülden Herz 06 - Lernen
Datum: 05.10.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... erst, als wir den Weg erreichten: "Lass uns das von jetzt an jedem Sonntag machen, ja?". Ich fand noch keine Worte, gab ihr aber zur Bestätigung noch einen Kuss auf die Stirn. Mitten auf dem Weg zu Gundas Häuschen, wie aus heiterem Himmel durchzuckte mich ein Gedanke: "EMMI! Wenn wir... DAS... jeden Tag machen, wirst du dann nicht bald schwanger?". Gellendes Gelächter schüttete Emmi über mich, als sie mein Gesicht sah. Ich verstand überhaupt nicht, was an diesem Gedanken lustig war, oder an meinem Gesicht. Ich machte mir echte Sorgen! Und wieviel Kinder würden wir über die Jahre dann bekommen, wenn wir immer weiter machen mussten, um Emmis Verwandlung aufzuhalten? Endlich bekam sich Emmi wieder ein, griff in die Tasche an ihrem Kleid und holte eins von Gundas kleinen Fläschchen heraus: "Einer von Gundas besten Tränken. Jede Frau im Dorf hat ihn. Einen Tropfen morgens in den Tee und man wird nicht schwanger. Gunda gab ihn mir am ersten Tag, während du bei Fritz warst.". "Und wenn wir doch mal Kinder haben wollen?", wandte ich ein. Emmis Augen sahen mich groß und hoffnungsvoll an: "Willst du denn mit mir... Kinder haben?". Ich nahm sie in die Arme und sah ihr tief in die Augen: "NUR mit dir! Aber lass uns erst ein eigenes Häuschen haben.". In Emmis Augen lief Wasser zusammen, aber sie Lächelte, und wie: "Dann muss ich nur den Trank weg lassen.". Kinder mit Emmi, eine eigene Familie, für immer glücklich leben. Wir schwelgten noch in diesen Gedanken, bis der Pfad zu ...
... Gundas Haus kam. Zurück am Hexenhäuschen, sahen wir noch, wie Gunda den Esel in den Stall brachte, und ihm etwas zu fressen hin warf - blaues Heu? Irgendetwas führte sie wieder im Schilde, und der Esel ging auf das Heu los, als hätte er den ganzen Tag noch nichts zu fressen gehabt. Gunda grinste uns nur an und meinte: "Das wird eine Überraschung.". Der Esel, es war eine Stute, wuchs in Gundas Pflege, obwohl er schon längst ausgewachsen sein musste. Nach kurzer Zeit, wuchs mir die Eselin über den Kopf. Ihre Farbe veränderte sie von grau nach braun. Aber es blieb das gutmütige Tier, das mir damals den Wolf zu Gunda getragen hatte. Die Eselin, Gunda und Emmi einigten sich übrigens auf den Namen "Lotte", ähnelte immer mehr einem Maultier - einem großen Maultier. Nur zu gern hätte ich gewusst, was Gunda noch mit ihr vor hatte. Der Schlag traf uns, als sie uns eines Abends erzählte, dass sie die Eselin zum Decken ins Dorf gebracht hatte, und sie trächtig war! Insgeheim zweifelte ich daran, ob dabei ein Esel herauskam, oder etwas mit acht Beinen, oder mit Fledermausflügeln. Oft dachte ich bei mir, dass Gunda ein Bisschen zu viel mit der Natur spielte. Den ganzen Sommer, und bis weit in den Herbst hinein, war der Ausflug zum See am Sonntag unser liebstes Ritual: Morgens gingen wir zur Kirche, nur, um uns dort zu zeigen, und etwas mit den Dorfbewohnern zu reden. Danach aßen wir bei Gunda eine Kleinigkeit zu Mittag und verbrachten dann den Rest des Tages auf dem Pfad zum See, ...