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Die Abenteuer der Maya Klein 14
Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... zu durchtrennen. „Mein Gott, ihr lebt", flüsterte Melissa leise. Jürgen nickte und starrte rüber zur Tür. „Hast du Erich gesehen?", fragte er hektisch. Melissa verneinte, half ihm beim Aufstehen, dann wandte sie sich dem nächsten Gefangenen zu. Es war Olaf. Erleichterung! Stark strapaziert, waren diese Männer an ihr Limit gekommen. Sogar Mangold schien paralysiert und sah mit glasig wirkenden Augen zu ihr auf. Mustafa war ohnmächtig geworden, immerhin hatte er noch Puls. „Helft euch untereinander! Ich lasse meine Pistole hier." Sie deutete auf den am Boden liegenden Mann. „Das ist einer von ihnen?" Jürgen nickte. Er stand schwankend auf seinen Beinen, da trat er brutal gegen den Kopf des Gefangenen. „Das Schwein ist ihr Chef. Er hat Erich gefoltert!" Melissa drängte den wütenden Kollegen sofort von dem Gefangenen ab. Dieser lag jetzt regungslos, wahrscheinlich war er von dem Tritt hart getroffen worden. „Beruhig dich! Wir haben ihn jetzt", sie nickte ihm zu und wandte sich an Olaf. „Pass auf, dass er keinen Unsinn macht!" Der SEK-Beamte versprach es, verblüfft von dem resoluten Auftritt, den die Anwärterin hier ablieferte. Die trat in den Gang hinaus, nahm die Treppe zum Erdgeschoss und suchte weiter nach ihrer Kollegin. Josef Hardinger, Leiter des KSK-Einsatztrupps, hatte Meldung bekommen, dass der erste und zweite Stock des kleinen Schlosses von einer Kollegin durchsucht und gesichert worden war. So teilte er die zwölf Männer in seinem ...
... Team in vier Trupps auf und befahl ihnen, das Schloss an allen relevanten Punkten zu besetzen und die Kollegin zu unterstützen. Im Keller sollten sich die befreiten Kollegen befinden. Auch sie würden Hilfe brauchen. „Was für ein Gemetzel!", stöhnte er, als er im Erdgeschoss die Leiber zweier weiterer Männer fand. Dem einen hingen die Gedärme aus der offenen Bauchhöhle heraus, dem anderen war der linke Arm abgerissen worden. Zuvor war der Körper offensichtlich frontal gegen die Mauer geprallt, waren hier doch Blutspritzer und Gewebeteile zu sehen. „Wer war das?", stöhnte einer seiner Männer. „Das sieht so aus, als ob ein Raubtier unter Schafen gehaust hätte." „SEK von Krolm", hörte man eine Frauenstimme im Treppenhaus. „Einsatzgruppe Klein!" Hardinger nickte seinen Kollegen zu, dann nahmen sie die Kollegin auf. Deren entschlossen wirkendes Gesicht richtete sich sofort auf den Führer des Teams. „De Vries ist unten, zusammen mit meinen zuvor gefangengehaltenen Teamkollegen. Im obersten Stock ist meine Kollegin Maya Klein mit einem weiteren Mitglied Erich Sperling. Bei ihnen befindet sich auch Nicola Lemmens, der ebenfalls gefangengehalten wurde. Sperling wurde gefoltert und braucht medizinische Hilfe." Sie wollte schon wieder zur Treppe, als Hardinger ihr hinterherrief: „Waren Sie das?" Die junge Frau mit dem hübschen Gesicht wandte sich zu ihm um. „Nein! Ich bin kein Superwoman. Die hockt oben bei meinem Kollegen." Hardinger folgte ihr nach, getrieben von seiner ...