1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Neugierde. Auch seine Männer schienen aufgeregt zu sein. Ausgeschlossen, dass ein einzelnes Mitglied einer Sondereinheit zu solch einer Leistung imstande gewesen sein konnte.
    
    „Maya! Das KSK ist jetzt hier. Wir kommen rein."
    
    Hardinger folgte der noch jungen Kollegin nach und fand einen riesigen schwarzen Roboter am Boden hocken. Dessen Beine waren angewinkelt und umschlossen den Leib eines ebenfalls großen Mannes, der mit dem Rücken gegen den Oberkörper des seltsamen Konstrukts gelehnt völlig verstört zu sein schien. Seine Augen blickten ins Nichts, während Speichel aus seinem halboffenen Mund floss.
    
    „Was ist das, Chef?", fragte Böttner, Mitglied seines Trupps.
    
    „Ich weiß es doch auch nicht", flüsterte Hardinger.
    
    Ein stämmiger, wohlgekleideter Mann hatte neben den beiden gestanden und hob jetzt seine Arme. Er schien auf Nummer sicher gehen zu wollen in diesem Moment.
    
    „Das ist Nicola Lemmens, er soll in den belgischen Zeugenschutz aufgenommen werden. Er war vor de Vries der Boss dieser Bande", wurde ihm von der jungen Kollegin erklärt.
    
    „Und wer ist das?", fragte Hardinger und deutete auf das gigantische roboterhafte Wesen. Das schwarze Metall seines Panzers war von Blut und Fleischresten besudelt.
    
    „Bringen Sie den Kerl raus! Dann antworte ich Ihnen", befahl die junge Polizistin.
    
    Hardinger störte sich nicht weiter an deren Autorität und nickte einem seiner Männer zu. Der verstand und führte den gut gekleideten Belgier nach draußen.
    
    „Maya Klein! ...
    ... Ebenfalls Mitglied unserer Einsatztruppe."
    
    „Dann ist das gar keine Maschine?", staunte der KSK-Beamte.
    
    „Nein. Sie ist ein Mensch wie Sie und ich."
    
    Die Männer des KSK sahen ungläubig auf dieses Gebilde herunter. Es fiel ihnen schwer zu glauben, was ihnen da gerade erklärt worden war.
    
    „Nehmt ihr mir den Helm ab?", fragte Maya leise. Ihre Stimme klang erschöpft.
    
    Melissa legte sofort ihr Sturmgewehr auf den Boden ab und trat an ihre Freundin. „Wir nehmen ihn dir gleich ab, Türmchen!", sprach von Krolm ihr beruhigend zu.
    
    „Mit dem Helm müsst ihr mir helfen! Den bekomme ich nicht allein herunter."
    
    Hardinger war einverstanden, trat an die Gestalt heran und sah erstaunt auf ein hübsches Frauengesicht herunter, das sich ihm zeigte, nachdem die Kleine ihr den Gesichtsschutz abgenommen hatte.
    
    „Sagen Sie uns, wie wir helfen können", forderte er die junge Polizistin auf.
    
    „Greifen Sie einfach in den Seitenrand und heben damit den Helm an!"
    
    Hardinger hatte mit einem anderen Gewicht gerechnet. Er stöhnte auf und musste in die Knie gehen, um den Kopfschutz vom Rest des Anzugs zu lösen.
    
    „Danke!" Das Gesicht der schwarzhaarigen jungen Frau wandte sich den KSK-Männern zu. „Ich bin Maya!", flüsterte sie.
    
    Hardinger blickte ungläubig auf die Riesin herunter. „Und Sie haben allein das Gebäude geräumt?"
    
    Statt einer Antwort hob die Frau ihre Schultern, ließ diese sofort wieder fallen und schob mit ihrer Rechten eine riesige Pistole mit Schalldämpfer von sich weg, deren ...
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