1. Die Abenteuer der Maya Klein 14


    Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... ginge."
    
    Nadja legte sich zu ihrer Tochter. Maya atmete ruhig, doch als sie mit ihrer Hand vorsichtig über deren Wange strich, fühlte sie die Feuchte.
    
    „Es ist gut so, Schatz. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."
    
    „Ich habe es gefühlt, Mutti! Die ganze Zeit über. Aber ich habe ihn so lieb, verstehst du? Wir wollten es uns schön machen..."
    
    Nadja betrachtete den riesigen Rücken vor sich. So stabil ihr Körper war, so empfindsam war ihr Geist. Sie würde lange an dieser Trennung zu knabbern haben, das stand für sie fest. Hoffentlich schaffte später Falk, die richtigen Worte zu finden. Sie musste ihn unbedingt vorwarnen.
    
    „Ich habe ihm gesagt, dass er später die Autoschlüssel bringen soll und auch meine Sachen. Er wird bestimmt dann kommen, wenn er glaubt, dass du sicher arbeitest."
    
    Nadja nickte. „Das regle ich, Süße. Du brauchst ihn nicht zu sehen, wenn du nicht willst."
    
    Mayas Hand griff hinter sich und tastete nach der ihrer Mutter. „Danke, Mutti! Ich hab dich so lieb."
    
    Zwei Stunden später klingelte es an der Tür. Maya hörte hinter sich ihre Mutter aus dem Bett steigen. Alle Sinne waren jetzt aktiv und so konnte sie ihren Ex riechen, hören, sogar schmecken.
    
    Ihre Mutter öffnete die Tür, bevor Sascha oben war. Kein Gruß, kein Wort, bis er direkt vor ihr stand.
    
    „Kann ich zu ihr?", fragte er unsicher.
    
    „Nein! Hast du ihre Sachen?", kam die harsche Gegenfrage.
    
    „Bitte Nadja. Ich habe scheiße ge..."
    
    „Gib mir die Taschen, den ...
    ... Wagenschlüssel und geh! Mehr gibt es an dieser Stelle nicht zu sagen."
    
    Der Junge schien unschlüssig. „Bitte! Es war mit Maya auch nicht einfach, gerade in der letzten Zeit. Ich habe..."
    
    Nadjas Stimme bekam jetzt einen drohenden Beiklang. „Also ist meine Tochter an allem schuld? Hat sie dich zuerst betrogen? Hat sie dich hintergangen? Belügt sie dich?"
    
    „Nein, aber sie hat mir erzählt, was sie in ihrer Arbeit..." Maya war schon halb aus dem Bett heraus. Würde er jetzt wirklich so weit gehen?
    
    „Dann hat sie sich dir anvertraut, Junge! Und wenn du jetzt glaubst, du könntest sie weiter betrügen, indem du das an uns heranträgst, täuschst du dich! Ganz im Gegenteil, Falk und ich nehmen dich auseinander, dass dir Hören und Sehen vergeht. Von daher gibst du mir jetzt die Taschen und den Schlüssel zu meinem Auto und gehst die Treppen wieder runter. Vergiss meine Tochter! Du hast nicht verdient, sie jemals kennengelernt zu haben."
    
    Noch einmal versuchte es Sascha bei ihr. „Bitte Nadja! Es tut mir leid. Ich will es wieder gut machen!"
    
    Nadja blieb eiskalt. Maya bewunderte ihre Mutter in diesem Moment.
    
    „Und dann? Wie lange hältst du es aus, Sascha? Du hast gerade davon gesprochen, dass es nicht leicht war mit ihr. Glaubst du, es wird besser, wenn ihr Kinder habt? Wenn etwas Unvorhersehbares passiert, dir oder ihr? Partnerschaft, Junge! Du bist anscheinend nicht dafür gemacht. Also gib mir die Sachen und geh! Jetzt!"
    
    Maya hörte, wie etwas übergeben wurde, dann noch einmal ...