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Die Abenteuer der Maya Klein 14
Datum: 07.11.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... auf ihren Plätzen. Nur einer von ihnen lag auf der Seite. Blut sickerte unter dem Beutel, der seinen Kopf bedeckt hielt, hervor. „Hoe zit het met hem?", fragte er seine Männer, die ihre Waffen auf die Gefangenen gerichtet hielten. Doch deren Blicke ließen jetzt von ihm ab, wandten sich zur Tür hin, dann senkten sie die Gewehre ab, um sie auf den vor ihnen stehenden Tisch abzulegen, auf dem Flaschen und Becher standen. In dem Moment, in dem de Vries sich umsehen wollte, wurde der Kopf des links stehenden Mannes von etwas getroffen und nach hinten geschleudert. Blut spritzte gegen die Wand, begleitet von einem Aufschrei seines Kollegen. Doch auch dieser fand in der nächsten Sekunde sein Ende. Ein Projektil schlug in seine Schläfe und zerriss dabei den ganzen Schädel. Hirnmasse und Knochenfragmente klatschten gegen die Wand, während sein Körper zur Seite sackte und gegen den seines Kollegen rutschte. „Ich ergebe mich! Okay? Ich ergebe mich!", schrie de Vries. „Du bist das Monster, das meinen Sohn getötet hat. Es kann nicht anders sein." Er wollte sich umdrehen, doch sofort drückte etwas Kaltes gegen seinen Hinterkopf. So unterband er seine Neugierde, während seine Hände brutal auf seinen Rücken gerissen wurden. Melissa und Bommel erreichten in diesem Moment das Tor zum Chateau. Erschrocken sahen sie zu der Zaunkrone mit den Zierspitzen auf, über der die Leiber zweier Männer hingen. Dabei waren ihre Körper jeweils von zwei dieser Zacken durchbohrt ...
... worden. „Was für eine Scheiße!" Bommel taumelte, sodass Melissa die Sorge hatte, dass er sich in seinen geschlossenen Helm erbrechen könnte. Er hatte schon bei den Granatwerfern sensibel reagiert, wo Maya ein Blutbad unter deren Besatzung angerichtet hatte. „Findest du das immer noch so geil?", schrie der Kollege. „Ich kenne Maya nicht mehr." Melissa trat durchs halb offene Tor. Es war auf der linken Seite der Länge nach verbogen. Sie bemerkte beim Aufdrücken den gebrochenen Riegel, sodass sie schlussfolgern konnte, dass es gewaltsam geöffnet worden war. „Beruhig dich! Du warst beim letzten Gefecht nicht dabei und auch nicht auf dem Folterhof, den sie geräumt hat. Sie rettet unsere Leute. Mir scheißegal, wenn dabei diese Schweine draufgehen." Bommels Helmfront richtete sich auf sie. Sekundenlang blieb er stehen, während sie weiter die Zufahrt entlang ging. Zwei oder dreihundert Meter noch, dann würden sie das Schloss erreicht haben. So folgte er schließlich seiner Kollegin nach, das erste Mal selbst nach seiner Pistole greifend. Leichen! Auf dem Vorplatz lagen zwei weitere. Die toten Männer sahen aus, als ob sie hingerichtet worden wären. Das sollte ihre Maya getan haben? Aufs Neue stieg Übelkeit in ihm auf. Nur mit aller Willenskraft konnte er ein Erbrechen vermeiden. Er sah Melissa auf die Fenster zielen, während sie über die Brücke lief. Die Kollegin schien unbeeindruckt und eiskalt zu sein. War das Stärke oder Schwäche? In diesem Moment bewunderte er sie dafür. Im ...